17 Prozent weniger operativer Gewinn, Umsatz unter den Prognosen, die Marge im Kerngeschäft fast halbiert. Und trotzdem sah es für einen kurzen Moment fast nach einem Erfolg aus. Denn die Analysten hatten noch weniger erwartet.
Besser als befürchtet, schlechter als früher
Mercedes-Benz meldete für das erste Quartal ein EBIT von 1,9 Milliarden Euro. Das klingt zunächst ordentlich, bis man die Vorjahreszahl danebenstellt. Ein Jahr zuvor waren es noch rund 2,3 Milliarden. Der Umsatz fiel um 4,9 Prozent auf 31,6 Milliarden Euro, knapp unter dem, was Analysten im Schnitt auf dem Zettel hatten. Die bereinigte Umsatzrendite im Kerngeschäft Cars rutschte auf 4,1 Prozent, nach 7,3 Prozent im gleichen Quartal des Vorjahres. Immerhin noch innerhalb der eigenen Jahreszielspanne von 3 bis 5 Prozent.
Das ist die gute Nachricht. Die schlechte: Von den doppelstelligen Zahlen, die Mercedes hier mittelfristig anpeilt, ist man noch weit entfernt.
China? Weiterhin kein Trost
Der Stuttgarter Konzern macht keinen Hehl daraus, wo der Schuh drückt. In China hielten intensiver Wettbewerb und schwache Nachfrage die Marge unter Druck, dazu laufe gerade ein Modelljahr mit vielen Umstellungen im Portfolio. Das klingt nach einer höflichen Umschreibung für: Es läuft dort schlecht, und ein schnelles Ende ist nicht in Sicht.
China war jahrelang der Wachstumsmotor schlechthin für Mercedes. Nun ist es das Sorgenkind.
Mercedes-Benz Group AG Aktie Chart
40 neue Modelle als Rettungsplan
CEO Ola Källenius setzt auf das größte Modelloffensiv-Programm der Unternehmensgeschichte: mehr als 40 neue Fahrzeuge zwischen 2025 und 2027, darunter die vollelektrische CLA-Limousine im Einstiegssegment und eine runderneuerte S-Klasse-Reihe. Finanzchef Harald Wilhelm gab sich beim Ausblick zuversichtlich. Das Unternehmen sei auf Kurs, den Konzern-EBIT 2026 deutlich über dem Vorjahreswert von 5,8 Milliarden Euro zu landen. „Starke Nachfrage nach unseren neuen Produkten und volle Auftragsbücher positionieren uns gut für eine verbesserte Dynamik im zweiten Halbjahr“, so Wilhelm.
Ob 40 neue Modelle reichen, um China zurückzugewinnen und die Margen wieder in Richtung 8 bis 10 Prozent zu schieben, ist die eigentliche Frage. Die Antwort kennt auch Wilhelm noch nicht.
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