Mercedes-Benz Aktie: 14. Juli bringt Klarheit

Mercedes-Benz verschiebt Sonderzahlungen und plant längere Arbeitszeiten. Analysten sehen Risiken durch China-Zölle und schwache Margen.

Auf einen Blick:
  • Aktie fällt auf Jahrestief
  • Sonderzahlung auf 2027 verschoben
  • Diskussion über 40-Stunden-Woche
  • Quartalszahlen im Juli erwartet

Minus 29,8 Prozent seit Jahresbeginn. Die Aktie von Mercedes-Benz rutscht ungebremst in den Keller. Am Freitag schloss das Papier bei 43,27 Euro. Damit trennt den Kurs nur noch ein Bruchteil vom frischen Jahrestief.

Einschnitte beim Personal

Das Management reagiert auf den massiven Margendruck. Ein internes Schreiben offenbart neue Details zum Sparkurs. Der Konzern verschiebt eine für Juli geplante tarifliche Sonderzahlung auf das Jahr 2027. Das betrifft rund 90.000 Mitarbeiter in Deutschland.

Parallel dazu diskutiert die Führungsebene eine längere Arbeitszeit. Die Belegschaft soll künftig 40 Stunden bei gleichem Gehalt arbeiten. Das Ziel: sinkende Lohnstückkosten. Besonders der harte Preiskampf in China zwingt den Autobauer zu diesen Maßnahmen.

Zölle und gespaltene Analysten

Ein weiterer Unsicherheitsfaktor bleibt die EU-Handelspolitik. Die Europäische Kommission prüft aktuell zusätzliche Zölle auf chinesische Plug-in-Hybride. Für Mercedes-Benz birgt das ein massives Risiko. Peking könnte mit scharfen Gegenmaßnahmen reagieren. Das würde hochmargige Exportmodelle wie die S-Klasse direkt treffen.

Marktbeobachter bewerten die Lage entsprechend unterschiedlich. Kepler Cheuvreux senkte das Kursziel wegen trüber Aussichten im Luxussegment von 57 auf 48 Euro. Die Experten von Bernstein Research bleiben dagegen bei ihrem Ziel von 61 Euro. Sie verweisen auf stabile Lieferketten und neue Elektromodelle.

Der Juli bringt Klarheit

Der neue Monat bringt wichtige Richtungsentscheidungen. Charttechnisch ist das Papier aktuell stark überverkauft. Am 14. Juli fasst das Investor-Relations-Team in einer Telefonkonferenz das zweite Quartal zusammen.

Am 28. Juli folgt der offizielle Quartalsbericht. Dieser liefert konkrete Zahlen zur Margenentwicklung und zum Cashflow. Fallen diese Daten schwach aus und bricht das bisherige Jahrestief, droht der nächste Abverkauf.

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