Der ehemalige Mischkonzern ist heute ein reiner Luftfahrtzulieferer. Und dieser setzt seine Kapitalrückführung an die Aktionäre fort. Melrose Industries kündigte am Montag die nächste Phase des Aktienrückkaufprogramms an.
Zwischen dem 8. und 12. Juni erwarb das Unternehmen 35.700 eigene Aktien über Merrill Lynch International. Die Preise lagen zwischen 449,6 und 470,2 Pence pro Aktie. Die Papiere sollen im eigenen Bestand bleiben.
Triebwerke treiben das Wachstum
Die Aktie legte am Montag um 3,02 Prozent auf 4,76 Pfund zu. Das liegt nahe am 50-Tage-Durchschnitt von 4,96 Pfund. Das 52-Wochen-Hoch von 587,40 Pfund bleibt dagegen in weiter Ferne.
Die Kauflaune hat einen soliden Hintergrund. Im ersten Quartal 2026 steigerte Melrose den Konzernumsatz um 11 Prozent. Die Triebwerkssparte legte dabei um 20 Prozent zu. Sowohl die Verkäufe neuer Aggregate als auch das lukrative Ersatzteilgeschäft trugen zu diesem Ergebnis bei.
Die Airframes-Sparte verbuchte ein Plus von 4 Prozent. Das operative Ergebnis lag laut Unternehmen deutlich über dem Vorjahreswert. Höhere Stückzahlen und Produktivitätssteigerungen in den Werken stützen die Marge.
Ausblick und Bilanzsumme
Der Konzern hält an seiner Prognose für 2026 fest. Der Umsatz soll zwischen 3,75 und 3,95 Milliarden Pfund liegen. Das operative Ergebnis peilt Melrose bei 700 bis 750 Millionen Pfund an. Der Free Cashflow soll 150 bis 200 Millionen Pfund erreichen.
Im Mittelpunkt der Strategie stehen die Risiko- und Umsatzbeteiligungen (RRSPs) in der Triebwerkssparte. Diese Partnerschaften sollen über Jahrzehnte hinweg stabile Cashflows liefern. Die globale Flotte an Triebwerken tritt zunehmend in die gewinnträchtige Aftermarket-Phase ein.
Das Management betont, der mehrjährige Umbau sei abgeschlossen. Die Gesellschaft sei nun solide aufgestellt für weiteres Wachstum im zivilen und militärischen Luftfahrtmarkt. Die langfristig orientierten Aktionäre dürfte die kontinuierliche Rückkaufaktivität freuen. Die Halbjahreszahlen werden für Juli 2026 erwartet.
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