Große Pensionsfonds greifen bei Medtronic zu. Sie bauen ihre Positionen massiv aus. Während die Aktie noch deutlich unter ihrem Rekordhoch notiert, sehen Profis offenbar eine Einstiegschance. Vertrauen in die langfristige Stabilität ist das zentrale Stichwort.
Institutionelle Käufer im Fokus
Dänemarks Pensionsfonds ATP stockte seine Beteiligung um gut 25 Prozent auf. Damit hält der Fonds nun 292.638 Aktien im Wert von rund 25 Millionen Dollar. Parallel dazu erhöhte das Teachers Retirement System of Kentucky seinen Anteil um 17,6 Prozent.
Mittlerweile gehören etwa 82 Prozent der umlaufenden Medtronic-Papiere institutionellen Investoren. Diversify Wealth Management vergrößerte sein Paket zuletzt um über die Hälfte. Ein deutliches Signal für den breiten Markt.
Rückruf mit begrenzten Folgen
Das Management musste unlängst einen freiwilligen Rückruf der Klasse II einleiten. Betroffen sind 590 Einheiten des Gewebestabilisators Octopus 4. Grund dafür war eine falsch positionierte Schlauchführung während der Produktion.
Analysten stufen das operative Risiko als gering ein. Medtronic erwirtschaftet einen Jahresumsatz von rund 36,4 Milliarden Dollar. Das Segment Herz-Kreislauf steuert davon allein 14 Milliarden Dollar bei. Die breite Aufstellung des Konzerns puffert solche regulatorischen Ereignisse ab.
Erholung nimmt Fahrt auf
An der Börse notiert die Aktie aktuell bei 73,72 Euro. Das entspricht einem Plus von knapp 17 Prozent gegenüber dem Jahrestief vom Juni. Die Kurserholung der letzten Wochen verringerte den Abstand zum 52-Wochen-Hoch auf rund 19 Prozent.
Die jüngsten Quartalszahlen stützen diesen Aufwärtstrend. Mit einem Gewinn von 1,55 Dollar je Aktie übertraf das Unternehmen die Erwartungen leicht. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um fast zehn Prozent auf 9,81 Milliarden Dollar.
Medtronic setzt nun verstärkt auf seine Produktpipeline bei der Herzablation und modernen Überwachungstechnologien. Diese Innovationen müssen das Wachstum in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld dauerhaft sichern.
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