Medios Aktie: Pharma-Services-Gruppe geplant

Symbolbild, KI-generiert

Medios plant bis 2031 rund 3,1 Milliarden Euro Umsatz; Analysten bestätigen ihre Kaufempfehlungen und Kursziele.

Auf einen Blick:
  • Umsatzziel von rund 3,1 Milliarden Euro
  • Organisches Wachstum soll 700 Millionen Euro beitragen
  • Übernahmen sollen weitere 300 Millionen Euro erschließen
  • Kartellfreigaben für Caelo-Beteiligung liegen vor

Medios stellt die Weichen für die langfristige Unternehmensentwicklung neu auf. Auf einem Kapitalmarkttag im niederländischen Breda präsentierte das Unternehmen gestern seine strategische Initiative „Medios Next Level“ sowie die Zielmarken unter dem Titel „Ambition 2031“.

Künftig positioniert sich das Unternehmen als Pharma-Services-Gruppe. An der Börse stieß die Vorstellung auf Zuspruch: Im heutigen Handel legt die Aktie um 1,7 Prozent auf 11,10 Euro zu.

Wachstumspfad durch Zukäufe und Kerngeschäft

Die Mittelfristplanung sieht vor, das Geschäft in den kommenden Jahren auszubauen. Bis zum Jahr 2031 strebt der Konzern einen Umsatz von rund 3,1 Milliarden Euro an. Zum Vergleich: Für das Geschäftsjahr 2025 nennt Medios eine Erlösgröße von 2,1 Milliarden Euro. Beim bereinigten EBITDA peilt das Management bis 2031 rund 170 Millionen Euro an.

Das angestrebte Erlöswachstum stützt sich im Wesentlichen auf zwei Säulen. Rund 700 Millionen Euro sollen aus eigener Kraft über organisches Wachstum generiert werden. Weitere 300 Millionen Euro will das Unternehmen durch margen- und wertsteigernde Übernahmen erschließen. Operativ gliedert sich die Gruppe fortan in die beiden Segmente Specialty Pharma Supply und Compounding, auf welches auch die künftigen Akquisitionen fokussiert sind.

Flankiert wird dieser Ausbau durch anorganische Schritte, die das Unternehmen bereits vor über einem Monat mit der geplanten Mehrheitsbeteiligung an Caesar & Loretz (Caelo) angestoßen hatte. Medios bestätigte gestern, dass hierfür sämtliche kartellrechtlichen Freigaben vorliegen. Mit dem Vollzug der Transaktion wird in Kürze gerechnet.

Analysten heben Kurspotenzial hervor

In ersten Reaktionen äußern sich Branchenexperten heute grundsätzlich positiv zu den langfristigen Perspektiven, mahnen jedoch auch zur Geduld. Warburg Research bestätigte die Einstufung für den Titel mit „Buy“ und beließ das Kursziel bei 20 Euro. Analyst Yannik Siering bezeichnete die vorgestellten Ziele zwar als ambitioniert, verwies im gleichen Zug allerdings auf die kurzfristig noch fehlende Berechenbarkeit.

Auch bei Deutsche Bank Research bleibt die Einschätzung für das Papier unverändert. Das Haus beließ die Einstufung heute auf „Buy“ mit einem Kursziel von 16 Euro. Trotz der jüngsten Kursgewinne liegt das Papier seit Jahresanfang mit 24 Prozent im Minus, womit die neuen Zielvorgaben für Anleger vor allem eine langfristige Orientierung bieten.

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