Der US-Pharmagroßhändler McKesson stellt die Weichen für eine schlankere Struktur. Während das operative Geschäft im vergangenen Quartal mit Gegenwind bei Trend-Medikamenten kämpfte, setzt das Management auf milliardenschwere Rückkäufe und eine strategische Abspaltung.
Umsatzdelle durch nachlassenden GLP-1-Hype
Im vierten Geschäftsquartal stieg der Umsatz um sechs Prozent auf 96,3 Milliarden Dollar. Damit verfehlte McKesson die Erwartungen der Analysten, die mit 101,4 Milliarden Dollar gerechnet hatten. Das Management begründet den Rückstand mit einer geringeren Nachfrage nach Markenpharmazeutika und einer spürbaren Abkühlung beim Volumen der GLP-1-Präparate.
Beim Gewinn zeigt sich das Unternehmen hingegen widerstandsfähig. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag mit 11,69 Dollar über der Konsensschätzung von 11,56 Dollar. Der bereinigte operative Gewinn im Geschäftsjahr 2026 kletterte unterdessen um 15 Prozent.
Für das kommende Geschäftsjahr 2027 gibt sich der Vorstand optimistisch. Die Prognose für den bereinigten Gewinn je Aktie liegt in einer Spanne zwischen 43,80 und 44,60 Dollar.
Abspaltung und Fokus auf Technologie
Ein Kernpunkt der Strategie ist die geplante Trennung vom Segment Medical-Surgical Solutions. Die Sparte wird im Rahmen eines Investments durch Apollo Funds mit rund 13 Milliarden Dollar bewertet. Der Börsengang dieser Einheit ist für die zweite Jahreshälfte 2027 vorgesehen.
Flankierend zu diesen strukturellen Änderungen verstärkt McKesson die Kapitalrückzahlungen. Der Verwaltungsrat hat das Aktienrückkaufprogramm um 5,0 Milliarden Dollar aufgestockt. Davon sollen 2,25 Milliarden Dollar über ein beschleunigtes Verfahren zeitnah umgesetzt werden.
Indes investiert das Unternehmen über seinen Venture-Arm in Zukunftstechnologien. McKesson Ventures führte eine Finanzierungsrunde über 26 Millionen Dollar für das Startup BranchLab an. Das junge Unternehmen nutzt künstliche Intelligenz, um die Vermarktung von Pharmazeutika effizienter zu gestalten.
An der Wall Street bleibt die Stimmung für den Titel positiv. Das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt bei rund 950 Dollar. Kurzfristig rückt die Quartalsdividende von 0,82 Dollar je Aktie in den Fokus, deren Ex-Tag für Anfang Juni terminiert ist.
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