Der US-Gewürz- und Aromenhersteller McCormick steht unmittelbar vor der Vorlage seiner Zwischenbilanz für das dritte Geschäftsquartal. Am morgigen Donnerstag will das Unternehmen vor der Eröffnung der US-Börsen über den jüngsten Geschäftsverlauf berichten. An den Märkten herrscht im Vorfeld Skepsis, ob der Konzern die Profitabilität angesichts anhaltender Kostenbelastungen stabilisieren kann.
Im heutigen Handel spiegelt sich diese Vorsicht deutlich wider: Die McCormick-Aktie gibt um 2,8 Prozent nach und notiert bei 41,47 Euro. Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier damit bereits einen Rückgang von 29 Prozent.
Gedämpfte Gewinnerwartungen trotz Umsatzzuwachs
Die Erwartungen an das Zahlenwerk fallen zweigeteilt aus. Während Marktbeobachter beim Umsatz mit einem Zuwachs auf rund 2 Milliarden US-Dollar rechnen, was einem Plus von 14,7 Prozent im Vorjahresvergleich entsprechen würde, wird beim Ertrag ein deutlicher Rückgang prognostiziert. Der Konsens für das bereinigte Ergebnis je Aktie liegt bei 0,75 US-Dollar, rund 11,8 Prozent unter dem Vorjahreswert.
Hinter dem prognostizierten Erlösanstieg stehen erwartete Zuwächse in den Regionen EMEA und Asien-Pazifik sowie eine Stabilisierung der Absätze im Endverbrauchergeschäft. Auch das Segment Flavor Solutions soll das Wachstum stützen. Auf der Ergebnisseite dürften zudem Preisanpassungen sowie Effizienzgewinne aus dem CCI-Produktivitätsprogramm positive Beiträge leisten.
Gegenwind durch Wettbewerb und Kosten
Diesen Stützen stehen jedoch spürbare Belastungsfaktoren gegenüber. Die Konsumenten zeigen sich nach wie vor preissensibel, während im US-Gewürzmarkt ein intensiver Wettbewerb herrscht. Zusätzlich drücken allgemeine Inflationsauswirkungen auf die Ertragsentwicklung. Höhere Ausgaben für Marketing, steigende Vergütungen sowie IT-Kosten für Systeme zur Ressourcenplanung belasten die Margen zusätzlich.
Das anstehende Ergebnisgespräch ist für Donnerstag um 8:00 Uhr US-Ostküstenzeit angesetzt. Marktteilnehmer dürften vor allem darauf achten, ob sich der Margendruck im Schlussquartal fortsetzt oder ob die eingeleiteten Kostensenkungen die Belastungen auffangen können.
Zurückhaltende Einstufungen an der Wall Street
Die Analystengemeinde zeigt sich vor den Zahlen überwiegend abwartend. Im Marktkonsens wird die Aktie mit einer Halteempfehlung geführt, bei insgesamt fünf Kauf- und acht Halteeinstufungen. Das durchschnittliche Kursziel der Experten liegt bei 59,80 US-Dollar.
Unter den Analysehäusern behält JPMorgan die Einstufung „Overweight“ bei, reduzierte das Kursziel jedoch leicht von 63 auf 62 US-Dollar. Die Deutsche Bank stuft die Aktie mit „Buy“ ein und passte ihr Kursziel von 60 auf 59 US-Dollar an. Die vorsichtigen Zielanpassungen unterstreichen, dass die Märkte zunächst handfeste Belege für eine nachhaltige Margenerholung fordern, bevor wieder mehr Zuversicht eingepreist wird.
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