Manchmal reicht eine Nacht. MaxLinear-Aktionäre, die am Donnerstagabend schlafen gingen, wachten am Freitagmorgen mit einem vorbörslichen Plus von 42 Prozent auf. Nicht weil irgendjemand das Unternehmen übernehmen will. Sondern weil die Quartalszahlen schlicht besser waren als erwartet, und der Ausblick noch deutlich mehr.
43 Prozent Umsatzwachstum, und das war erst der Anfang
Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 erzielte MaxLinear einen Umsatz von 137,2 Millionen Dollar, 43 Prozent mehr als im Vorjahr. Analysten hatten rund 134,6 Millionen erwartet. Beim bereinigten Gewinn je Aktie landete das Unternehmen bei 0,22 Dollar, vier Cent über dem Konsens.
CEO und Mitgründer Kishore Seendripu nutzte den Earnings Call für eine klare Ansage: „Das erste Quartal war ein starker und wichtiger Jahresauftakt, und wir glauben, dass es den Beginn einer mehrjährigen Wachstumsphase für MaxLinear markiert, angetrieben von unserem optischen Rechenzentrums-Geschäft.“
Q2-Prognose lässt Wall Street alt aussehen
Für das zweite Quartal erwartet MaxLinear einen Umsatz zwischen 160 und 170 Millionen Dollar. Die Wall Street hatte mit rund 144 Millionen gerechnet. Das ist kein Kinkerlitzchen, das ist eine andere Größenordnung.
Seendripu sprach von einem „klaren Wendepunkt“ im optischen Rechenzentrums-Geschäft, mit einem sprunghaften Umsatzanstieg im zweiten Quartal. Treiber sind die Keystone-Produkte für optische Verbindungen, die in Hochgeschwindigkeitsnetzwerken innerhalb von Hyperscale-Rechenzentren eingesetzt werden. Diese Produkte laufen demnach nun bei mehreren großen Hyperscale-Kunden in den USA und Asien an, für 400G- und 800G-Deployments im Bereich KI-Infrastruktur.
MaxLinear Aktie Chart
Jahresprognose massiv nach oben geschraubt
Noch auffälliger als die Q2-Guidance ist die Anhebung des Jahresausblicks für das optische Rechenzentrums-Geschäft. Bislang hatte MaxLinear 100 bis 130 Millionen Dollar in Aussicht gestellt. Nun sind es 150 bis 170 Millionen.
Einen Haken gibt es allerdings schon: Das Management räumte ein, dass Lieferengpässe in der Branche weiter bestehen und die Kosten für Wafer und Packaging erhöht bleiben. Im Quartal floss zudem Kapital in Wafer-Vorauszahlungen, um Kapazitäten für die erwartete Nachfrage im zweiten Halbjahr zu sichern. Wachstum hat eben seinen Preis, manchmal buchstäblich.
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