Die MaxLinear-Aktie ist dieser Tage einfach nicht zu stoppen. Innerhalb von drei Monaten hat sich der Kurs des Chipunternehmens verachtfacht. Auch am heutigen Dienstag steigt der Kurs der MaxLinear-Aktie um 18 Prozent. Was sind die Gründe für diese atemberaubende Rallye?
Ein fundamentaler Stimmungswechsel
Der Grund für den extremen Börsenboom der MaxLinear-Aktie ist ein fundamentaler Stimmungswechsel an der Wall Street: Analysten haben das Unternehmen offiziell als einen der am schnellsten wachsenden Profiteure des KI-Rechenzentrum-Booms erkannt.
Gleich zwei einflussreiche Analysehäuser haben ihre Kursziele für MaxLinear zuletzt mehr als verdoppelt, was institutionelle Investoren in Scharen in die Aktie treibt. Stifel hob sein Kursziel radikal von zuvor 49 US-Dollar auf 110 US-Dollar an. Die Analysten betonten nach einem Treffen mit dem Management, dass MaxLinear vor einer strukturellen Neubewertung steht und langfristig das Potenzial hat, ein Infrastrukturgeschäft im Wert von drei Milliarden Dollar aufzubauen.
Northland Capital Markets zog direkt nach und verdoppelte sein Kursziel ebenfalls auf 110 US-Dollar. Die Begründung: Die Nachfrage nach optischen Konnektivitäts-Chips für KI-Anwendungen beschleunigt sich rasant und MaxLinear steht am Anfang eines mehrjährigen Wachstumszyklus.
Eine technologische Sensationsmeldung
Flankiert wird die Euphorie durch eine handfeste technologische Sensationsmeldung. MaxLinear hat eine erfolgreiche Kooperation mit dem renommierten Los Alamos National Laboratory (einer der führenden US-Forschungseinrichtungen) bekannt gegeben.
Dabei wurde nachgewiesen, dass die Panther-Speicherbeschleuniger von MaxLinear bei komplexen Datenzentrum-Workloads (OpenZFS) eine bis zu 39-fach schnellere Schreibgeschwindigkeit und eine 7-fach schnellere Lesegeschwindigkeit ermöglichen. Das zementiert MaxLinears Status als unverzichtbarer Ausrüster für High-Performance-Computing und KI-Server.
Der Markt realisiert jetzt erst vollends, was sich im letzten Quartalsbericht bereits angekündigt hatte. Während das klassische Geschäft mit Routern und Modems stagniert, explodiert die Sparte für Rechenzentren. Der Bereich Infrastruktur wuchs im Jahresvergleich um über 130 Prozent und ist mittlerweile das größte Segment des Unternehmens. Angetrieben wird dies durch die Massenproduktion der Keystone PAM4 DSP-Plattformen, welche die Datenautobahnen für 400G- und 800G-Netzwerke in den Megarechenzentren von Tech-Giganten in den USA und Asien absichern.
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