Die Marvell-Technology-Aktie sprang gestern im frühen Handel um mehr als 2 Prozent nach oben, nachdem der Halbleiterkonzern den Kauf von XConn Technologies angekündigt hatte. Für den Netzwerkausrüster legt Marvell rund 540 Millionen Dollar auf den Tisch – bezahlt aus einer Mischung aus Bargeld und eigenen Aktien. Das Closing ist für Anfang 2026 vorgesehen.
Mit dem Zukauf will Marvell seine Position im Wettbewerb um Rechenzentrums-Infrastruktur ausbauen. XConn fertigt Netzwerkkomponenten, die Hardware innerhalb von Servern verbinden und damit entscheidend beeinflussen, wie schnell Daten verarbeitet und weitergeleitet werden. Gerade für KI-Rechenzentren gilt solche Technik als Schlüsselbaustein.
Antwort auf den Druck von Broadcom und Nvidia
Der Deal passt in ein Umfeld, in dem Marvell im vergangenen Börsenjahr deutlich unter Druck stand: 2024 verlor die Aktie mehr als 23 Prozent. Im Rechenzentrumsmarkt konkurriert das Unternehmen mit Schwergewichten wie Broadcom und Nvidia, dessen hochpreisige Netzwerktechnik häufig im Paket mit den dominierenden KI-Chips verkauft wird. Marvell gilt zwar als stark bei maßgeschneiderten KI-Chips, war im Bereich Netzwerkausrüstung bislang aber weniger präsent.
CEO Matt Murphy spricht von einer „überzeugenden Plattform für beschleunigte Infrastruktur“, die die Strategie für KI- und Cloud-Rechenzentren der nächsten Generation stützen soll. Neben dem Produktportfolio übernimmt Marvell auch Ingenieure mit spezifischem Know-how für Netzwerkgeräte. Rund 60 Prozent des Kaufpreises sollen in bar fließen, der Rest in Aktien.
Erster spürbarer Beitrag erst ab 2027
Finanziell erwartet Marvell den ersten nennenswerten Effekt nicht sofort: Die Produkte von XConn sollen in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres 2027 erstmals Umsatz und Ergebnis beeinflussen. Für das Geschäftsjahr 2028 stellt Marvell rund 100 Millionen Dollar Umsatzbeitrag in Aussicht. Analysten rechnen für Marvell im Geschäftsjahr 2027 mit Erlösen von 12,75 Milliarden Dollar, wie aus LSEG-Daten hervorgeht.
Vor diesem Hintergrund wirkt die Bewertung anspruchsvoll: 540 Millionen Dollar für einen erwarteten Umsatzbeitrag von 100 Millionen. Entscheidend wird sein, wie schnell Marvell die Technologie integriert – und ob sich daraus Synergien mit dem Geschäft für maßgeschneiderte KI-Chips ergeben. Der Markt wächst dynamisch, der Wettbewerb bleibt jedoch hart.
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