Bei Marvell geht es gerade weniger um den gestrigen Handelstag – und mehr um das, was in den nächsten Wochen entschieden wird. Im Zentrum steht eine große Übernahme, die das Unternehmen stärker im boomenden KI-Rechenzentrumsmarkt positionieren soll. Genau deshalb schauen Anleger jetzt besonders genau hin: Kommt der Deal wie geplant über die Ziellinie?
Warum die Übernahme so wichtig ist
Der zentrale Kurstreiber für das laufende erste Quartal 2026 ist die geplante Übernahme von Celestial AI. Angekündigt wurde der Deal im Dezember 2025, das Volumen liegt bei rund 3,3 Milliarden US-Dollar. Marvell will damit vor allem seine Roadmap für optische Interconnects beschleunigen – also Technik, die für die Skalierung von KI-Rechenzentren entscheidend ist, weil Daten dort immer schneller und effizienter zwischen Chips und Systemen bewegt werden müssen.
Das Timing ist dabei entscheidend: Das Management hatte angekündigt, dass der Abschluss im ersten Quartal des Kalenderjahres 2026 erwartet wird. Damit rücken in dieser Phase vor allem regulatorische Freigaben und konkrete Fortschritte bei der Integration in den Vordergrund.
Operativ lief es zuletzt rund
Parallel zur Übernahme richtet sich der Blick bereits auf den nächsten Ergebnis-Meilenstein: Die Q4-Zahlen des Geschäftsjahres 2026 werden am Markt für Anfang März erwartet.
Aus dem letzten veröffentlichten Quartal gibt es dabei Rückenwind: Im dritten Quartal (gemeldet am 2. Dezember 2025) meldete Marvell Rekordumsatz von 2,075 Mrd. US-Dollar, ein Plus von 37% gegenüber dem Vorjahr. Auch beim bereinigten Gewinn je Aktie lag das Unternehmen über den Analystenschätzungen.
Für das vierte Quartal hatte das Management folgende Leitplanken gesetzt:
- Umsatz: etwa 2,2 Mrd. US-Dollar (± 5%)
- GAAP-Bruttomarge: 51,1% bis 52,1%
- Non-GAAP-Bruttomarge: 58,5% bis 59,5%
Strukturierte Produkte als Spiegel der Volatilität
Heute kam ein weiterer, eher technischer Punkt hinzu: Neue strukturierte Schuldverschreibungen der Bank of Montreal wurden abgewickelt, deren Auszahlung an die Entwicklung der Marvell-Aktie gekoppelt ist („Digital Return Barrier Notes“, Laufzeit bis Februar 2027). Solche Konstruktionen werden typischerweise dann interessant, wenn ein Titel als bewegungsanfällig gilt – und institutionelle Investoren diese Eigenschaften gezielt in Produktstrukturen abbilden.
Auch an der Börse ist die Nervosität greifbar: Auf 30-Tage-Sicht liegt die Aktie rund 20% im Minus, obwohl sie gestern leicht höher bei 67,20 € schloss.
Zum nächsten Stimmungscheck dürfte es spätestens Anfang März kommen – wenn Marvell die Q4-Zahlen vorlegt und der Markt gleichzeitig sehen will, ob es beim Celestial-AI-Deal konkrete Fortschritte bis zum erwarteten Abschluss im ersten Quartal gibt.
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