Die Aktie des britischen Vermögensverwalters Man Group legt heute um 3,0 % zu und markiert mit 4,05 € ein neues 52-Wochen-Hoch. Für anhaltenden Rückenwind sorgt eine Hochstufung durch die Schweizer Großbank UBS vom vergangenen Donnerstag.
Die Analysten hoben ihr Votum von „Neutral“ auf „Buy“ an und schraubten das Kursziel von 335 auf 365 GBp nach oben. Als wesentlichen Treiber für den Schritt nannten sie die robuste Wertentwicklung der quantitativen AHL-Strategien seit Anfang August.
Quantitative Strategien liefern Performance
Die Neubewertung durch UBS spiegelt das wiedergewonnene Momentum im Kerngeschäft wider. Bei den computergestützten Trendfolge- und Alternatives-Modellen der Man Group zeigte sich zuletzt eine deutliche Dynamik. Diese Entwicklung knüpft an die operative Stärke an, die das Haus bereits über die ersten sechs Monate des Jahres unter Beweis gestellt hatte.
In den liquiden Alternativstrategien verbuchte das Unternehmen im ersten Halbjahr 2026 breite Zuwächse. Während Programme wie Alpha mit einem Plus von 7,1 % und TargetRisk mit 8,1 % zulegten, schloss Man Group die ersten sechs Monate mit positiven Investmenterträgen von insgesamt 19,8 Milliarden US-Dollar ab. Das Anlageergebnis lag um 0,4 Prozentpunkte über dem Branchendurchschnitt.
Rekordvolumen und sprudelnde Gebühren
Die operative Hebelwirkung des Geschäftsmodells zeigte sich bereits im Ende Juli vorgelegten Halbjahresbericht. Das verwaltete Vermögen erreichte zum Stichtag mit 253,6 Milliarden US-Dollar einen Rekordwert, was einem Zuwachs von 11 % gegenüber dem Jahresende 2025 entsprach. Vor allem das Segment der maßgeschneiderten Anlagelösungen wuchs kräftig und verwaltete zuletzt 154,1 Milliarden US-Dollar.
Der bereinigte Vorsteuergewinn kletterte im ersten Halbjahr auf 297 Millionen US-Dollar bei einer operativen Marge von 35 %. Parallel dazu zogen die erfolgsabhängigen Einnahmen massiv an: Die bereinigten Performance Fees stiegen von 67 Millionen US-Dollar im Vorjahreszeitraum auf 207 Millionen US-Dollar.
Zusammen mit stabilen Nettomanagementgebühren von 627 Millionen US-Dollar führte dies zu einer Verdopplung des bereinigten Gewinns je Aktie auf 0,199 US-Dollar.
Hohe Zuflüsse stützen Aufwärtstrend
Trotz eines selektiven Marktumfelds verzeichnete der Asset Manager im ersten Halbjahr Nettomittelzuflüsse von 7,1 Milliarden US-Dollar. Die relative Wachstumsrate lag damit 3,4 Prozentpunkte über dem Branchendurchschnitt. Getragen wurde dieses Neugeschäft von institutionellen Kunden, deren Gesamtzahl auf 792 anstieg.
Die Aktionäre profitierten zudem unmittelbar von der Kapitalstärke des Konzerns. Am vergangenen Freitag wurde die Zwischendividende von 0,057 US-Dollar je Aktie zur Auszahlung fällig. Zusammen mit der jüngsten Kaufempfehlung von UBS treibt diese Ertragsdynamik die Man-Group-Papiere weiter an. Seit Jahresanfang summiert sich der Kursgewinn nun auf 53 %.
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