Maha Capital wagt sich in politisch heikles Terrain. Die schwedische Investmentplattform hat bei den USA die Genehmigung beantragt, indirekt in eine vom venezolanischen Staatskonzern PDVSA kontrollierte Ölfirma einzusteigen. Vorstandschef Paulo Thiago Mendonca bestätigte gegenüber Reuters, dass man bis Mai eine Option auf die Mehrheit an einer Novonor-Tochter ausüben könne. Diese hält 40 Prozent an PetroUrdaneta, einem kleinen Ölunternehmen mit brachliegenden Feldern in Venezuela.
Der Zeitpunkt ist kein Zufall. Nach der Festnahme von Venezuelas Präsident Nicolas Maduro Anfang Januar hatte US-Präsident Donald Trump ausländische Investitionen in Venezuela ermutigt. Maha Capital könnte damit zu den ersten ausländischen Firmen gehören, die nach Jahren der Isolation wieder ins venezolanische Ölgeschäft einsteigen. Die Felder im Maracaibo-Becken produzierten in den 1950er Jahren bis zu 250.000 Barrel täglich, sind aber durch Jahrzehnte mangelnder Investitionen auf magere 1.500 Barrel pro Tag im Jahr 2020 abgesackt.
Gigantische Chancen trotz hohem Risiko
Mendonca sieht „gigantische“ Möglichkeiten für Ölfirmen in Venezuela. Er verweist auf Äußerungen der Interimspräsidentin Delcy Rodriguez, die eine Reform des Kohlenwasserstoffgesetzes angekündigt hat. Mit Investitionen von Maha könnte die Produktion von PetroUrdaneta auf 40.000 Barrel Öläquivalent pro Tag steigen. Rund 400 Millionen Barrel förderbare Reserven liegen noch in den Lagerstätten. „Es ist ein riesiges Feld, da gibt es noch viel zu holen“, so Mendonca.
Maha Capital bringt Öl-Erfahrung aus den USA und Oman mit. Die Firma hatte sich zwischenzeitlich auf Fintech-Investments konzentriert und ihre Anteile am brasilianischen Energiekonzern Brava Energia abgestoßen. Jetzt die Kehrtwende. Kleine und mittelgroße Firmen würden als erste einsteigen, meint Mendonca, weil sie schnell handeln und Risiken eingehen können. Bleibt abzuwarten, ob Washington grünes Licht gibt und ob Venezuela politisch stabil genug bleibt für solche Abenteuer.
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