Magna-Aktie: Das bringt Bewegung in die Aktie!

Der Automobilzulieferer Magna übertrifft mit seiner Prognose für 2026 die Markterwartungen deutlich. Ein starker operativer Trend und eine verbesserte Profitabilität stützen den Kursanstieg.

Auf einen Blick:
  • Umsatz und bereinigtes EBIT im Q4 2025 deutlich gestiegen
  • Optimistische Prognose für Umsatz und Marge im Jahr 2026
  • Starke operative Entwicklung bei der Fahrzeugproduktion
  • Technische Chartanalyse zeigt intakten Aufwärtstrend

Die Aktie von Magna International hat in den vergangenen Tagen sehr stark performt und dabei ein Gap auf der Oberseite hinterlassen. Einer der zentralen Auslöser war der Ausblick nach den Zahlen sowie die gestiegenen Erwartungen des Marktes, die nun in das Unternehmen eingepreist werden.

Die Zahlen spiegeln sich im Kurs wider

Im Schlussquartal 2025 steigerte Magna den Umsatz auf 10,73 Mrd. US-Dollar und lag damit gut fünf Prozent über dem Vorjahreswert. Entscheidender als das Umsatzwachstum war jedoch die Profitabilität. Das bereinigte EBIT sprang auf 465 Mio. US-Dollar, ein Plus von 25 Prozent, während sich die Marge um satte 190 Basispunkte auf 10,9 Prozent verbesserte. Ein solches Margenniveau ist im zyklischen Automobilzuliefergeschäft alles andere als selbstverständlich und unterstreicht, wie konsequent Magna an Produktivität und Effizienz gearbeitet hat.

Auch auf operativer Ebene zeigte das vierte Quartal Rückenwind. Die Produktion kompletter Fahrzeuge legte um 44 Prozent auf 22.500 Einheiten zu, getragen von Modellen wie Ford Expedition, Lincoln Navigator, Audi Q6 und BMW X3. Zusätzlich wirkten positive Effekte aus Tarifregelungen, da Kunden Zölle kompensierten, sowie Beiträge aus Equity-Beteiligungen und dem Tooling-Geschäft.

Der eigentliche Paukenschlag folgte jedoch mit dem Ausblick auf 2026. Das Management stellt für das laufende Jahr einen Umsatz von 43 bis 45 Mrd. US-Dollar in Aussicht und peilt eine bereinigte EBIT-Marge von 6,0 bis 6,5 Prozent an. Beides liegt klar über dem bisherigen Marktkonsens. Hinzu kommt ein erwarteter Free Cashflow von mehr als 1,6 Mrd. US-Dollar bei Capex von 2,6 bis 2,8 Mrd. US-Dollar. Damit signalisiert Magna nicht nur Wachstum, sondern auch eine robuste Cash-Generierung, ein Punkt, den der Markt in den vergangenen Quartalen eher kritisch gesehen hatte.

Magna International-Aktie im Chart-Check

Nach der ersten Korrektur im Januar gelang es der Aktie von Magna International, die Unterstützungszone zwischen 67 und 69,9 CAD zu verteidigen. In diesem Bereich kam neue Kaufkraft in den Markt, wodurch sich inzwischen eine Aufwärtstrendlinie einzeichnen lässt. Diese hat ihren Ursprung in den Tiefs von Ende April 2025. Auch die zuvor relevante Widerstandszone zwischen 87,17 und 91,7 CAD wurde im Zuge der jüngsten Bewegung zügig überwunden. Mit der starken Eröffnung hinterließ der Markt zudem ein Gap auf der Oberseite, das im weiteren Verlauf noch geschlossen werden könnte. Kommt es nach dem kräftigen Anstieg zu einem Rücklauf, könnte genau dieses Gap als Unterstützung fungieren. Hier die Magna-Aktie im Tageschart.Magna

Den Link zu Tradingview und dem Chart findest du hier: https://www.tradingview.com/x/vEJkPt9m/

An der aktuellen Zone würde ich zunächst abwarten und beobachten, wie sich der Markt verhält. Stabilisiert sich der Kurs in diesem Bereich und setzt anschließend erneut Kaufkraft ein, könnte sich daraus eine Kauf-Chance ergeben. Ein mögliches Ziel auf der Oberseite wären dann die nächsten Hochs bei rund 108 CAD.

Kommt es hingegen zu einem Rücklauf unter die aktuelle Zone, könnte sich zwar kurzfristig eine Short-Chance ergeben, diese würde ich jedoch nicht handeln. Dafür ist der Markt insgesamt zu stark und gegen die bestehende Stärke sowie den übergeordneten Aufwärtstrend möchte ich mich nicht positionieren.

Ihr Konrad

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