Manchmal sagt die Struktur eines Deals mehr als die Zahl dahinter. Lynas Rare Earths und LS Eco Energy, eine Einheit des südkoreanischen Kabelkonzerns LS Cable & System, haben verbindliche Vereinbarungen über die wechselseitige Zeichnung wandelbarer Instrumente abgeschlossen. Je rund 29 Millionen australische Dollar, in beide Richtungen. Kein klassisches Investment, sondern ein gegenseitiges Bekenntnis.
Was steckt hinter dem Konstrukt?
Wandelbare Instrumente sind kein Zufall. Wer solche Papiere zeichnet, kauft sich eine Option auf die Zukunft des anderen, ohne sofort alle Karten auf den Tisch zu legen. Dass beide Seiten das gleichzeitig tun, macht die Sache interessant. LS Cable & System ist kein Unbekannter in der Welt der Energieinfrastruktur, und Seltene Erden sind für Kabelhersteller mit Ambitionen im Bereich Elektromobilität und Energiewende kein Randthema.
Lynas ist außerhalb Chinas die mit Abstand größte Produzentin von Seltenen Erden. Wer daran partizipieren will, ohne direkt Aktien zu kaufen, nimmt eben Wandler.
Die Aktie hat gerade andere Sorgen
Denn an der Börse läuft es für Lynas zuletzt nicht rund. In den vergangenen 30 Tagen hat die Aktie knapp 20 Prozent verloren, auf Sieben-Tage-Sicht nochmals gut 7 Prozent. Der Jahresstart war ordentlich, plus 21 Prozent seit Januar, doch davon ist nicht viel übrig geblieben.
Ob die LS-Eco-Energy-Vereinbarung die Stimmung dreht? Wohl eher nicht sofort. Aber sie zeigt, dass Lynas weiter Verbündete findet, und das in einem Markt, in dem Versorgungssicherheit bei Seltenen Erden politisch wie industriell ganz oben auf der Agenda steht. Die nächsten Zahlen kommen am 25. Oktober, bis dahin hat die Aktie Zeit, sich zu erklären.
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