LVMH gerät heute im Sog des schwachen Börsenumfelds unter Druck und verliert 2,7%. Medienberichten zufolge belastet der Ausverkauf amerikanischer Technologiewerte den Pariser Handel, nachdem die Wall Street gestern Verluste verzeichnet hatte. Auch Kering und Hermès geben in diesem Umfeld nach. Die LVMH-Aktie notiert bei 402,85 €; der Rückgang erfasst damit mehrere der im Bericht genannten Luxuswerte.
Justiz untersucht historischen Hermès-Anteilserwerb
Abseits des heutigen Marktgeschehens beschäftigt der frühere Erwerb von Hermès-Aktien durch LVMH die französische Justiz. Wie Le Monde am 30. Oktober berichtete, untersucht ein französischer Ermittlungsrichter die historischen Käufe im Zusammenhang mit Vorwürfen des Hermès-Erben Nicolas Puech. Dieser macht geltend, um seine Beteiligung gebracht worden zu sein.
LVMH lehnte gegenüber der Zeitung eine Stellungnahme zu dem laufenden Verfahren ab. Gegenstand der richterlichen Prüfung ist dem Bericht zufolge die Rolle des Konzerns beim damaligen Erwerb der Hermès-Aktien.
Bereits am 29. Oktober berichtete Le Monde, dass französische Staatsanwälte den LVMH-Manager Jean-Jacques Guiony befragt hatten. Dabei ging es um den historischen Aufbau einer Beteiligung von 17% am Konkurrenten Hermès.
Neue Kreativfunktion und Dividendentermine
Bei Louis Vuitton hat Hector Muelas eine neu geschaffene Funktion übernommen. Wie das Unternehmen am 23. Oktober bestätigte, wurde er mit Wirkung zum 1. November zum Chief Brand Creative Officer ernannt. In dieser Position berichtet er an den stellvertretenden Vorstandschef Damien Bertrand.
Für Anleger enthält der Finanzkalender von LVMH außerdem zwei Termine zur Zwischendividende. Der 30. November ist als letzter Handelstag mit Anspruch auf die Zwischendividende ausgewiesen. Die Auszahlung sieht der Konzern für den 3. Dezember vor.
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