Bernard Arnault schärft das Profil seines Luxusimperiums. LVMH trennt sich von der US-Modemarke Marc Jacobs und reagiert damit auf die zunehmenden Herausforderungen im globalen Premiumsegment.
Ein Joint Venture aus WHP Global und der G-III Apparel Group übernimmt 80 Prozent der Anteile an dem Label. Der Abschluss des Geschäfts ist für Ende des Jahres geplant. Marc Jacobs selbst bleibt der Marke als Kreativdirektor erhalten.
Die Käufer mobilisierten für die Übernahme rund 850 Millionen US-Dollar. G-III Apparel wird das operative Geschäft künftig über eine langfristige Lizenzvereinbarung steuern. Parallel dazu integriert WHP Global die Markenrechte in das eigene Portfolio.
Der Konzern konzentriert sich künftig stärker auf seine margenstarken Kernmarken wie Louis Vuitton und Dior. Dieser Fokus auf den sogenannten Ultra-Luxus soll die Widerstandsfähigkeit gegen konjunkturelle Schwankungen erhöhen. Indes belastet die angespannte Lage im Nahen Osten die jüngsten Quartalszahlen spürbar.
Im ersten Quartal 2026 sanken die Erlöse um sechs Prozent. Bereits im ersten Halbjahr 2025 war der Nettogewinn um 22 Prozent eingebrochen. Marktbeobachter werten den Teilverkauf als notwendigen Schritt zur Portfolio-Bereinigung in einem abkühlenden Marktumfeld.
An der Börse bleibt die Stimmung angespannt. Die Aktie notiert aktuell bei 454,25 Euro und hat seit Jahresbeginn fast 30 Prozent an Wert verloren. Morgan Stanley senkte das Kursziel jüngst auf 540 Euro, während Häuser wie HSBC an ihrer Kaufempfehlung festhalten.
Nach dem Marc-Jacobs-Deal richten sich die Blicke auf weitere Randbereiche des Konglomerats. Analysten nennen Beteiligungen an Fenty Beauty oder Joseph Phelps Vineyards als mögliche nächste Kandidaten für eine Veräußerung.
LVMH-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue LVMH-Analyse vom 15. Mai liefert die Antwort:
Die neusten LVMH-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für LVMH-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 15. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
