Mehr als 1.500 Prozent in einem Jahr. Wer das bei einer Nasdaq-Aktie liest, denkt reflexartig an Übertreibung, an Blase, an den unvermeidlichen Absturz. Bei Lumentum Holdings allerdings steckt hinter dem Kursfeuerwerk eine Geschichte, die zumindest auf den ersten Blick Hand und Fuß hat.
Hurlston verspricht volle Bücher
CEO Michael Hurlston sagte in einem Bloomberg-TV-Interview, die Nachfrage von US-Hyperscalern nach optischen Komponenten des Unternehmens beschleunige sich und das Orderbuch sei auf Kurs, bis 2028 gefüllt zu bleiben. Zudem wolle Lumentum verstärkt auf sogenannte Brownfield-Standorte setzen, also bestehende Industrieflächen umrüsten, um die Kapazitäten schneller hochzufahren. Man expandiere so schnell wie möglich und komme dennoch kaum hinterher, die Nachfrage zu bedienen. Das ist das Beste, was ein Hersteller sagen kann.
Lumentum hat Nvidia im Rücken, die Hyperscaler stehen Schlange, der Auftragshorizont reicht bis weit zum Ende des Jahrzehnt. Klingt nach einem Selbstläufer.
Und dann ist da noch China
Doch Hurlston nannte auch das Problem, das sich nicht so leicht wegdiskutieren lässt. Chinesische Anbieter können ihre Produkte in den USA verkaufen. Amerikanische Anbieter wie Lumentum hingegen stoßen bei chinesischen Hyperscalern auf weitgehend verschlossene Türen. Das ist keine Kleinigkeit. Wer auf einem der größten Wachstumsmärkte der Welt faktisch ausgesperrt ist, während die Konkurrenz von dort aus den eigenen Heimatmarkt bearbeitet, hat ein strukturelles Problem. Volle Orderbücher lösen das nicht.
Lumentum Holdings Inc. Aktie Chart
1.500 Prozent in zwölf Monaten
Der Kursanstieg ist real, die Nachfrage ist real, Nvidia als Gesellschafter ist real. Aber wer bei plus 1.500 Prozent einsteigt, wettet darauf, dass alles so bleibt wie es ist: die Hyperscaler-Ausgaben, die geopolitische Lage, die Wettbewerbsposition. Das sind drei ziemlich große Wetten auf einmal. Orderbücher können sich ändern. Das Problem China bleibt.
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