Lumentum Aktie: Greensboro-Fabrik für KI-Laser

Lumentum baut Fertigung für KI-Rechenzentren aus, während ein Insiderverkauf und eine Kurskorrektur von über 10% die Anleger verunsichern.

Auf einen Blick:
  • Neue Fertigungsstätte in Greensboro
  • Finanzchef verkauft Aktienanteile
  • Aktie fällt um über zehn Prozent
  • Analysten heben Kursziele an

Lumentum reist mit Rückenwind und Reibung zugleich zur B. Riley Securities 2026 Annual Technology Conference in Marina Del Rey. Das Management will dort im Mai über die Rolle des Konzerns im KI-getriebenen Photonikmarkt sprechen. Parallel dazu rücken Insiderverkäufe und die jüngste Kurskorrektur stärker in den Blick.

Im Zentrum steht der Ausbau der Produktion. In Greensboro, North Carolina, entsteht eine neue Fertigungsstätte mit 240.000 Quadratfuß Fläche. Dort will Lumentum vor allem Laser für große KI-Rechenzentren fertigen. Das passt zur Strategie, die Cloud-Transceiver-Sparte enger mit der eigenen InP-Fertigung zu verzahnen.

Insiderverkauf trifft auf Index-Rückenwind

Für Unruhe sorgt ein Verkauf aus der Führungsebene. Finanzchef Wajid Ali trennte sich in dieser Woche von 2.487 Aktien zu einem Durchschnittspreis von 953,95 Dollar. Der Erlös lag bei rund 2,37 Millionen Dollar. Der Schritt erfolgte im Rahmen eines bereits Ende 2025 aufgelegten 10b5-1-Plans.

Nach dem Geschäft hält Ali weiterhin mehr als 60.000 Aktien. Der Bestand ist damit immer noch erheblich. Der Zeitpunkt fällt allerdings in eine Phase, in der die Aktie nach ihrer Aufnahme in einen großen Technologieindex zuletzt deutlich nach oben geschossen war.

Aktie mit hoher Fallhöhe

An der Börse hat Lumentum in den vergangenen Tagen spürbar an Schwung verloren. Nach Kursen oberhalb von 950 Dollar fiel die Aktie bis Mitte der Woche auf rund 868,07 Dollar zurück. Allein an einem Handelstag entsprach das einem Minus von 2,47 Prozent, binnen einer Woche summierte sich die Korrektur auf mehr als 10 Prozent.

Die Schwankungen sind kein Zufall. Die Notiz liegt mit 813,80 Euro zwar noch klar über dem 50-Tage-Durchschnitt von 714,71 Euro, hat aber in den letzten sieben Tagen 5,80 Prozent verloren. Seit Jahresanfang steht immer noch ein Plus von 146,98 Prozent. Die jährliche Schwankungsbreite bleibt extrem hoch.

Analysten bleiben optimistisch

Trotz der Volatilität ziehen mehrere Häuser ihre Kursziele nach oben. Barclays hob das Ziel auf 1.000 Dollar und blieb bei „Equal Weight“. Stifel setzt nun 1.100 Dollar an und hält an „Buy“ fest. JPMorgan und Rosenblatt sehen mit 1.130 Dollar beziehungsweise 1.300 Dollar noch deutlich mehr Luft.

Gestützt wird der Optimismus von der Nachfrage nach 1.6T-Transceivern und optischen Schaltern. Dazu kommt die starke Auslastung in der Indiumphosphid-Fertigung. Genau dort liegt einer der strategischen Vorteile des Konzerns.

Ausblick auf das Schlussquartal

Für das Schlussquartal des laufenden Geschäftsjahres erwartet Lumentum einen Umsatz zwischen 960 Millionen und 1,01 Milliarden Dollar. Die operative Marge soll bei 35,0 bis 36,0 Prozent liegen. Beim bereinigten Gewinn je Aktie stellt das Unternehmen 2,85 bis 3,05 Dollar in Aussicht.

Damit bleibt der operative Rahmen solide. Der nächste Prüfstein ist der Auftritt in Marina Del Rey. Dort muss Lumentum zeigen, ob der KI-Boom und der Ausbau der Fertigung reichen, um die jüngsten Kursschwankungen zu rechtfertigen.

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