Die Aktie von Lumentum verzeichnet am heutigen Montag einen deutlichen Kursrückgang von 7,3 Prozent auf 741,70 Euro. Während spezifische Unternehmensnachrichten zum Wochenbeginn ausblieben, belastet vor allem die allgemeine Marktschwäche im Technologiesektor den Titel.
Insbesondere Hardware-Werte aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) leiden unter Abgabedruck, nachdem die US-Leitindizes Nasdaq und S&P 500 schwächer in den Handel gestartet sind.
Parallel zur aktuellen Korrektur wurden Verkäufe aus der Führungsebene des Unternehmens bekannt. Wupen Yuen, President der Global Business Units bei Lumentum, veräußerte wie aus Pflichtmitteilungen an die US-Börsenaufsicht SEC hervorgeht am Donnerstag 500 Aktien zu einem Durchschnittspreis von 895,99 US-Dollar.
Bereits in der Vorwoche zwischen dem 1. und 8. September kam es zu einer Serie von Verkäufen durch Yuen im Gesamtwert von über 1,4 Millionen US-Dollar. Diese Transaktionen erfolgten im Rahmen eines sogenannten 10b5-1-Handelsplans, den der Manager bereits im Mai dieses Jahres festgelegt hatte, um Anteilsverkäufe vorab zu terminieren und den Anschein von Insiderhandel zu vermeiden.
Analysten sehen hohes Marktpotenzial für KI-Hardware
Trotz der kurzfristigen Volatilität bleibt das Bild der Analysten positiv gestimmt. Evercore ISI startete Ende August die Beobachtung mit einer „Outperform“-Einstufung und einem Kursziel von 1.100 US-Dollar.
Die Experten begründen dies mit dem massiven Wachstumspotenzial für optische KI-Komponenten. Das Marktvolumen für diesen Bereich könnte laut Evercore von derzeit rund 18 Milliarden US-Dollar auf über 90 Milliarden US-Dollar im Jahr 2030 ansteigen.
Auch die Deutsche Bank bewertete Lumentum (Ticker: LITE) Ende August mit einer Kaufempfehlung. Die Analysten verwiesen dabei auf die angespannte Angebotssituation im Sektor und die Fähigkeit des Unternehmens, kontinuierliche Preiserhöhungen am Markt durchzusetzen.
Ambitionierte Gewinnziele und starke Quartalszahlen
Operativ setzt die Konzernführung auf eine langfristige Expansion. CEO Michael Hurlston skizzierte am 26. August auf einer Fachkonferenz eine ambitionierte Ertragsvision für das Jahr 2028. Bis dahin wolle man eine Ertragskraft von 40 US-Dollar pro Aktie erreichen.
Diese Prognosen bauen auf den jüngsten Ergebnissen des am 11. August abgeschlossenen vierten Geschäftsquartals 2026 auf. Lumentum meldete einen Nettoumsatz von 1,01 Milliarden US-Dollar und eine Non-GAAP-Bruttomarge von 50,4 Prozent.
Für das laufende erste Quartal 2027 prognostiziert das Unternehmen einen weiteren Umsatzanstieg auf eine Spanne zwischen 1,225 Milliarden und 1,275 Milliarden US-Dollar. Damit würde das Management sein angestrebtes Zielmodell bereits mehr als ein Quartal früher als ursprünglich erwartet erreichen. Ungeachtet des heutigen Kursrückgangs weist das Papier seit Jahresanfang ein deutliches Plus von 134 Prozent auf.
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