Lululemon hat ein Problem, das die Branche kennt: Der Hype trägt nicht mehr von allein. Die Verkäufe schwächeln, das Design wirkt müde, und die Aktie hat bessere Zeiten gesehen. Also holt der Konzern jemanden, der schon mal eine ähnliche Aufgabe gelöst hat, nur in einem deutlich größeren Maßstab.
25 Jahre Nike, dann Lululemon
Heidi O’Neill wird am 8. September 2026 als neue CEO bei Lululemon starten und gleichzeitig in den Verwaltungsrat einziehen. Sie bringt mehr als drei Jahrzehnte Erfahrung mit, davon gut 25 Jahre bei Nike. Dort war sie zuletzt als President Consumer, Product & Brand tätig und hat nach eigenen Angaben des Unternehmens dazu beigetragen, Nike von einem 9-Milliarden-Dollar-Konzern zu einem globalen Schwergewicht mit über 45 Milliarden Dollar Umsatz zu entwickeln. Davor war sie bei Levi Strauss & Co. für die Dockers-Marke verantwortlich.
Boardmitglied ist sie schon länger gewohnt: Spotify, Hyatt Hotels und Lithia & Driveway stehen in ihrer Vita.
lululemon athletica inc. Aktie Chart
Was sie vorhat
O’Neill selbst formulierte es so: Lululemon sei eine ikonische Marke mit echter Kundenbindung und einem Produktethos, das in Innovation verwurzelt ist, aber erst am Anfang seines globalen Potenzials stehe. Ihr Job sei es, auf diesem Fundament aufzubauen, Produktdurchbrüche zu beschleunigen, die kulturelle Relevanz zu vertiefen und Wachstum in neuen Märkten zu erschließen. Klingt nach Standardprogramm für eine CEO-Antrittsrede, und doch ist die Biografie dahinter nicht Standard.
Zwei Übergangschefs gehen zurück in die zweite Reihe
Bis September führen Meghan Frank und André Maestrini das Unternehmen als Interim-Co-CEOs. Beide sollen danach in ihre ursprünglichen Rollen zurückkehren und O’Neill unterstützen. Board-Chefin Marti Morfitt lobte die beiden für ihre Arbeit in der Übergangsphase, was in solchen Mitteilungen Pflichtprogramm ist, aber in diesem Fall wohl auch stimmt: Lululemon hat sich keine Schlammschlacht an der Führungsspitze geleistet.
Ob O’Neill die Aktie wieder in Schwung bringt, wird sich ab Herbst zeigen. Nike hat sie groß gemacht. Jetzt soll sie Lululemon retten. Die Fallhöhe ist diesmal eine andere.
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