Die Deutsche Lufthansa steht im Herbst vor spürbaren Herausforderungen auf der Kostenseite, treibt jedoch gleichzeitig ihre strategischen Zukäufe voran.
Während steigende Treibstoffausgaben das operative Geschäft belasten, hält der Vorstand an den Jahreszielen fest und liefert sich zugleich ein Bietergefecht um die portugiesische Staatsairline TAP. Im vorbörslichen Handel zeigt sich die Aktie stabil bei 7,68 Euro mit einem leichten Plus von 0,6 Prozent.
Höhere Treibstoffkosten belasten die Rechnung
Laut der Nachrichtenagentur Reuters erklärte Vorstandschef Carsten Spohr am 29. September, dass die zusätzlichen Kerosinkosten für das Gesamtjahr 2026 die im August veranschlagte Summe von 1,5 Milliarden Euro übersteigen werden. Dennoch bekräftigte der Konzern seine bestehende Prognose für das Gesamtjahr: Das bereinigte operative Ergebnis soll weiterhin in einer Spanne zwischen 1,7 Milliarden und 2,2 Milliarden Euro liegen.
Trotz dieser stabilen operativen Zielspanne spiegelt sich die Belastung im bisherigen Jahresverlauf wider. Seit Jahresbeginn hat die Lufthansa-Aktie einen Verlust von 8,7 Prozent verbucht. Der Gegenwind durch teuren Treibstoff zwingt das Management dazu, Effizienzpotenziale im Flugbetrieb konsequent auszuschöpfen.
Bieterstreit um TAP Air Portugal
Parallel zum Tagesgeschäft setzt der Konzern auf anorganisches Wachstum in Südeuropa. Am 30. September bestätigte Lufthansa die Einreichung eines verbesserten Angebots im Bieterverfahren um TAP Air Portugal. Der Konzern konkurriert dabei direkt mit der Rivalin Air France-KLM.
Im Zentrum der Verhandlungen mit der portugiesischen Staatsairline steht ein Anteil von 44,9 Prozent. Über die genauen finanziellen Konditionen der Offerte vereinbarten die beteiligten Parteien Stillschweigen.
Der Einstieg bei TAP gilt in Branchenkreisen als strategischer Schritt zur Stärkung der Marktposition auf den lukrativen Atlantikrouten nach Südamerika. Ob die nachgebesserte Offerte ausreicht, um den Zuschlag gegenüber der französisch-niederländischen Konkurrenz zu sichern, hängt nun von der portugiesischen Regierung ab.
Tarifruhe bei Swiss gefährdet und Anpassungen im Europaverkehr
Neben den Großprojekten beschäftigen operative Themen den Konzern. Bei der Schweizer Konzerntochter Swiss braut sich ein Arbeitskampf zusammen: Die Pilotenschaft erhöhte am Freitag den Druck auf die Unternehmensleitung im Streit um einen neuen Gesamtarbeitsvertrag. Der Konflikt ist auf Swiss begrenzt und erstreckt sich nicht auf die Kernmarke Lufthansa, birgt jedoch Risiken für das Flugprogramm der Tochtergesellschaft.
Auf der Produktseite reagiert das Management auf den Wettbewerbsdruck der Billigflieger und weitet den Basistarif „Economy Basic“ auf nahezu das gesamte europäische Streckennetz aus. Buchungen für die zusätzlichen Strecken sind ab dem 6. Oktober möglich, Reiseantritte erfolgen ab dem 27. Oktober 2026.
Deutsche Lufthansa-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Deutsche Lufthansa-Analyse vom 05. Oktober liefert die Antwort:
Die neusten Deutsche Lufthansa-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Deutsche Lufthansa-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 05. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Deutsche Lufthansa: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
