Die Deutsche Lufthansa war sichtlich zufrieden mit den Zahlen für das vergangenen Jahr. Berichtet werden konnte über einen ansehnlichen Sprung beim Ebit von 1,65 Milliarden Euro aus dem Vorjahr auf nun 1,95 Milliarden Euro. Die Umsätze verbesserten sich derweil von 37,6 auf 39,6 Milliarden Euro. Die eigenen Ziele konnten erreicht und die Erwartungen der Analysten teils übertroffen werden.
Für das laufende Jahr bleibt das Management trotz des Kriegs im Iran und daraus resultierenden steigenden Ölpreisen zuversichtlich. Umsatz und Gewinn sollen erneut spürbar steigen. Außerdem sollen die Margen sich weiter verbessern. Das klingt aussichtsreich, doch die Analysten sind noch ein wenig skeptisch.
JPMorgan bleibt neutral
Als Reaktion auf die Zahlen meldete sich bereits die US-Bank JPMorgan, welche sich aber nicht zu Verbesserungen der eigenen Prognose hinreißen lässt. Zwar sei der Ausblick der Lufthansa für 2026 „robust“. Die Eskalation im Nahen Osten bleibe jedoch eine klare Belastung. Es bleibt bei einer neutralen Haltung und einem Kursziel in Höhe von 8 Euro.
Die Anteilseigner zeigen mehr Zuversicht und ließen die Lufthansa-Aktie am Freitagmorgen um 2,3 Prozent auf 8,41 Euro ansteigen. Allerdings können damit die massiven Abschläge vom Wochenbeginn noch nicht verdaut werden. Auf Wochensicht bleibt es bei einem Kursverlust von 7,6 Prozent und offensichtlich können auch die Märkte die Lage im Nahen Osten nicht einfach abstreifen.
Deutsche Lufthansa Aktie Chart
Eine Frage der Zeit
Problematisch für die Lufthansa und zahlreiche Aktien bleibt aktuell, dass ein Ende des Konflikts im Nahen Osten weiterhin nicht abzusehen ist. Stattdessen scheint der Krieg sich immer mehr auszuweiten und mehr Länder zu betreffen. Je länger die Kampfhandlungen anhalten, desto stärker wirkt sich dies auf Ölpreise aus und belastet die Lufthansa zusätzlich durch wegfallende Destinationen sowie teure Umwege.
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