Lufthansa Aktie: Gewinn schlägt Prognose

Symbolbild, KI-generiert

Der Überschuss stieg im dritten Quartal auf 1,257 Milliarden Euro; höhere Kerosinkosten drücken die EBIT-Spanne für 2026 auf 1,7 bis 2,0 Milliarden.

Auf einen Blick:
  • Umsatz kletterte um neun Prozent
  • Überschuss erreichte 1,257 Milliarden Euro
  • Bereinigtes EBIT über Analystenschätzungen
  • 2026-Prognose auf 1,7 bis 2,0 Milliarden gesenkt

Lufthansa liefert im dritten Quartal ein deutlich besseres Ergebnis als erwartet, kappt aber zugleich zum wiederholten Mal die Jahresprognose. Der Grund: höhere Treibstoffkosten.

Quartal über den Erwartungen

Der Konzern steigerte den Umsatz im dritten Quartal um neun Prozent auf 12,24 Milliarden Euro. Das bereinigte EBIT legte um sechs Prozent auf 1,407 Milliarden Euro zu. Die bereinigte Marge sank allerdings auf 11,5 Prozent, nach 11,9 Prozent im Vorjahreszeitraum.

Besonders auffällig fällt der Überschuss aus. Das Ergebnis nach Steuern und Dritten stieg um 30 Prozent auf 1,257 Milliarden Euro, das Ergebnis je Aktie auf 1,05 Euro. Analysten hatten im Schnitt mit deutlich weniger gerechnet, nämlich mit rund 1,06 Milliarden Euro beziehungsweise 0,89 Euro je Aktie.

Der bereinigte Free Cashflow gab leicht nach und lag bei 793 Millionen Euro, nach 818 Millionen Euro im Vorjahr.

Prognose abermals gesenkt

Die Zahlen sind das eine, der Ausblick das andere. Das Management konkretisiert die Ergebnisprognose für das bereinigte EBIT 2026 auf 1,7 bis 2,0 Milliarden Euro. Bislang lag das obere Ende der Spanne bei 2,2 Milliarden Euro.

Finanzvorstand Till Streichert begründete den Schritt mit dem fortgeschrittenen Jahresverlauf und den gestiegenen Kerosinpreisen. Im Vorjahr hatte die Airline operativ 1,96 Milliarden Euro verdient. Selbst die Spitze der neuen Spanne liegt damit nur knapp über diesem Wert, die Mitte darunter.

Der Kontrast ist bemerkenswert: Das dritte Quartal, traditionell das stärkste des Jahres, fiel solide aus. Die Treibstoffrechnung frisst jedoch einen Teil des Sommergeschäfts auf, und für das Schlussquartal bleibt weniger Spielraum. Dass der Gewinn nach Steuern so deutlich über dem operativen Zuwachs liegt, deutet auf Effekte unterhalb der EBIT-Linie hin. Details dazu liegen noch nicht vor.

Die Marktreaktion dürfte davon abhängen, ob Anleger den Zahlenbeat oder die gesenkte Prognose stärker gewichten. Für das Gesamtjahr peilt Lufthansa nun ein bereinigtes EBIT von höchstens 2,0 Milliarden Euro an. Das ist die Messlatte für die Zahlen zum Schlussquartal.

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