Lufthansa Aktie: EU-Genehmigung für TAP-Einstieg nötig

Symbolbild, KI-generiert

Im dritten Quartal 2026 wuchsen Umsatz und bereinigtes EBIT; die Jahresprognose liegt bei 1,7 bis 2,0 Milliarden Euro.

Auf einen Blick:
  • TAP-Vertrag über 44,9 Prozent unterzeichnet
  • Erwerb wartet auf behördliche Genehmigungen
  • Quartalsumsatz stieg um neun Prozent
  • Adjusted EBIT legte um sechs Prozent zu

Lufthansa hat am Dienstag mit der portugiesischen Regierung einen Vertrag über den Erwerb von zunächst 44,9 Prozent an TAP Air Portugal für 1,02 Milliarden Euro unterzeichnet. Gestern stieg die Aktie um 3,9% im Sog einer optimistischeren Branchenbewertung durch Barclays, über die dpa-AFX berichtete.

TAP-Einstieg unter Genehmigungsvorbehalt

Nach Angaben der Lufthansa Group steht der Vollzug des vereinbarten Erwerbs unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen. Dazu zählt insbesondere die Zustimmung der Europäischen Kommission. Der Vertrag betrifft zunächst eine Minderheitsbeteiligung an TAP Air Portugal.

Für den Rückenwind im europäischen Luftfahrtsektor verwies Barclays laut dpa-AFX auf sinkende Treibstoffkosten nach den US-Zwischenwahlen. Lufthansa legte dabei gegen einen schwachen Gesamtmarkt zu.

Die Bank stufte Lufthansa gestern von „Underweight“ auf „Equal Weight“ hoch. Gleichzeitig erhöhte sie das Kursziel von 7,50 auf 8,40 Euro.

Eine weitere Bewertung folgte auf die Ergebnisse des dritten Quartals: JPMorgan erhöhte am Mittwoch das Kursziel von 7 auf 7,50 Euro. Die Einstufung beließ die Bank auf „Neutral“.

Höhere Ergebnisse trotz gestiegener Treibstoffkosten

Für das dritte Quartal 2026 meldete die Lufthansa Group einen Umsatz von 12,2 Milliarden Euro. Das entsprach einem Zuwachs von neun Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Das bereinigte operative Ergebnis, das Adjusted EBIT, stieg um sechs Prozent auf 1,4 Milliarden Euro. Zugleich lagen die Treibstoffkosten um 543 Millionen Euro über dem Vorjahreswert.

Für das Gesamtjahr 2026 konkretisierte Lufthansa die Prognose für das Adjusted EBIT auf eine Spanne von 1,7 bis 2,0 Milliarden Euro.

Die erwartete Treibstoffrechnung des Konzerns beträgt 9,3 Milliarden Euro.

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