Lufthansa Aktie: EASA sperrt Persischen Golf bis Juli

Die EASA rät zu Umwegen am Golf, was Lufthansa vor dem Hintergrund bereits hoher Kerosinkosten belastet. Die Aktie fällt.

Auf einen Blick:
  • EASA empfiehlt Umfliegen des Golfs
  • Steigende Betriebskosten durch längere Routen
  • Kerosinpreise haben sich seit Februar verdoppelt
  • Aktienkurs fällt auf 9,06 Euro

Die Eskalation im Nahen Osten trifft die Lufthansa direkt im Flugplan. Eine neue Warnung der europäischen Luftfahrtbehörde EASA zwingt Airlines ab sofort zu teuren Umwegen um den Persischen Golf. Der Branchenprimus muss mit steigenden Betriebskosten kalkulieren.

Die Sicherheitslage in der Region verschlechtert sich rapide. Die EASA empfiehlt europäischen Fluggesellschaften nun, den Luftraum über den Vereinigten Arabischen Emiraten, Katar und Kuwait zu meiden. Diese Warnung gilt vorerst bis zum 29. Juli 2026.

Hintergrund sind militärische Operationen zwischen den USA und dem Iran. Die Behörde warnt vor Raketenangriffen und Verwechslungsgefahr für zivile Maschinen. Umwege bedeuten für die Lufthansa längere Flugzeiten und einen höheren Treibstoffverbrauch.

Das trifft die Airline an einer empfindlichen Stelle. Die Kerosinpreise haben sich seit Februar 2026 bereits verdoppelt. Parallel dazu schrumpfen die Reserven in Europa auf weniger als einen Monatsvorrat.

Das Management steuert mit harten Schnitten dagegen. Die Regionaltochter Lufthansa CityLine wurde bereits im April 2026 komplett eingestellt. Damit nahm der Konzern 27 Flugzeuge aus dem Betrieb. Für die laufende Sommersaison strich die Airline obendrein rund 20.000 Kurzstreckenflüge.

An der Börse sorgt die Unsicherheit für Gegenwind. Die Aktie notiert aktuell bei 9,06 Euro. Damit liegt der Kurs fast zwölf Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von Anfang Juli. Die Marktkapitalisierung beläuft sich derzeit auf 11,43 Milliarden Euro.

Der Konzern setzt die Flottenbereinigung konsequent fort. Bis zum Oktober 2026 sollen die letzten vier Airbus A340-600 die Flotte verlassen. Die Entscheidung der EASA am 29. Juli wird nun bestimmen, wie stark die Kosten im laufenden Sommerquartal tatsächlich steigen.

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