Zweimal innerhalb einer Woche — BlackRock hat seine Beteiligung an der Deutschen Lufthansa AG neu gemeldet. Hinter den trockenen Pflichtmitteilungen steckt eine kleine Verschiebung im Aktionärsregister, die Bewegung im Anteilsbestand des weltgrößten Vermögensverwalters anzeigt.
Stimmrechte pendeln um die Drei-Prozent-Marke
Am 15. Mai überschritt BlackRock die Drei-Prozent-Schwelle bei den direkt zurechenbaren Stimmrechten. Der Anteil kletterte auf 3,06 Prozent der Aktien — ein Anstieg gegenüber der vorherigen Meldung von 2,88 Prozent. Inklusive Instrumente wie Wertpapierleihen und Differenzkontrakten blieb die Gesamtposition mit 4,09 Prozent nahezu unverändert.
Nur drei Tage später, zum 18. Mai, folgte die nächste Korrektur in die entgegengesetzte Richtung. Der Stimmrechtsanteil aus Aktien sank wieder auf 2,97 Prozent, die Gesamtposition hielt sich erneut bei 4,09 Prozent. Die Bewegung ist also weniger ein strategischer Kurswechsel als ein routinemäßiges Umschichten zwischen direkten Aktienbeständen und derivativen Instrumenten innerhalb des BlackRock-Konzerns.
Branchendruck als Hintergrundthema
Parallel dazu beschäftigt die Airline-Branche ein politisches Thema mit unmittelbaren Kostenimplikationen. Der Bundestag hat die Ticketsteuer für Abflüge aus Deutschland ab Juli gesenkt — je nach Strecke um 2,50 bis 11,40 Euro pro Flug. Eurowings-Chef Max Kownatzki, der zum Lufthansa-Konzern gehört, bezeichnete die Maßnahme als „Tropfen auf den heißen Stein“. Nötig wären seiner Einschätzung nach Entlastungen von rund 15 Euro pro Passagier, nicht die tatsächlich beschlossenen 2,50 Euro auf Kurzstrecken.
Hinzu kommt der Kostendruck durch stark gestiegene Kerosinpreise infolge des Iran-Kriegs. Ob Airlines die Steuerersparnis überhaupt an Reisende weitergeben können oder müssen, um die höheren Betriebskosten gegenzufinanzieren, bleibt offen. Der Koalitionsvertrag von Union und SPD kündigt zwar weitere Entlastungsschritte an — konkrete Zeitpläne fehlen jedoch noch.
Für Lufthansa ist die Kombination aus moderater Steuersenkung und anhaltend hohem Kostendruck kein Rückenwind. Die nächsten Quartalszahlen werden zeigen, wie stark sich das im operativen Ergebnis niederschlägt.
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