Die Lufthansa erhält finanzielle Schützenhilfe aus Berlin. Der Bundesrat stimmte am Freitag einer deutlichen Senkung der Luftverkehrssteuer zu. Ab Juli sinken die Abgaben pro Ticket spürbar.
Je nach Flugstrecke sparen Airlines künftig zwischen 2,50 Euro und 11,40 Euro pro Passagier. Diese Entlastung verbessert die Kostenstruktur des Konzerns unmittelbar. Die Maßnahme tritt bereits im kommenden Monat in Kraft.
Die Lufthansa-Aktie legte am Freitag um 3,10 Prozent zu. Sie schloss den Handel bei 8,51 Euro. Seit Jahresbeginn steht dennoch ein leichtes Minus von 0,40 Prozent in den Büchern.
Im Zwölf-Monats-Vergleich steht das Papier mit 20,50 Prozent im Plus. Vom 52-Wochen-Hoch bei 9,59 Euro bleibt der Kurs jedoch ein Stück entfernt. Der Abstand zum Jahrestief beträgt derweil rund 27 Prozent.
Parallel dazu erholt sich das Geschäft am Drehkreuz Frankfurt weiter. Im Mai nutzten rund 5,7 Millionen Passagiere den Flughafen. Das entspricht einem Plus von 2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Besonders Strecken nach Fernost und Afrika trieben das Wachstum zuletzt an. Indes schwächelt das Frachtgeschäft leicht. Das Cargo-Volumen sank im Mai um 1,3 Prozent.
Die Airline-Gruppe passt ihre Flugrouten an die politische Lage an. Austrian Airlines fliegt Tel Aviv bereits seit dem 1. Juni wieder an. Die Tochter Swiss verschiebt diesen Schritt hingegen auf August.
Auf innerdeutschen Strecken setzt Lufthansa verstärkt auf die Schiene. Die Verbindung zwischen Stuttgart und Frankfurt wurde Ende Mai eingestellt. Passagiere nutzen stattdessen die Express-Rail-Angebote der Bahn.
Bewegung gibt es im Aktionärskreis. Der Vermögensverwalter BlackRock hält seit Anfang Juni 4,32 Prozent an der Lufthansa. Das Vertrauen der Großinvestoren scheint stabil.
Die Steuerentlastung stützt die Ertragslage im wichtigen Sommerquartal. Nun muss der Konzern beweisen, dass er den operativen Betrieb ohne größere Störungen meistert. Die nächsten Verkehrszahlen für den Juni geben hierüber Aufschluss.
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