LPKF Laser steht vor entscheidenden Tagen. Am Freitag schoss die Aktie um 10,81 Prozent auf 28,70 Euro nach oben. Ein Austausch zwischen Management und Privatanlegern entfachte die Kursfantasie neu. Das bisherige Jahreshoch rückt damit in greifbare Nähe.
Countdown für LIDE-Aufträge
Der Hauptimpuls kam von einem Forum der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger. CEO Klaus Fiedler stellte dort die LIDE-Technologie in den Fokus. Dieses Verfahren gilt als wichtig für die moderne Halbleiter-Produktion.
Das Management versprach die ersten großen Produktionsaufträge für das zweite Quartal. Diese Frist endet in rund zehn Tagen. Entsprechend hoch ist die Spannung im Markt. Erste Tests bei namhaften Kunden laufen bereits.
Aufstieg bringt neue Käufer
Ein Index-Aufstieg flankiert diesen Optimismus. Zu Beginn der neuen Handelswoche rückt LPKF planmäßig in den SDAX auf. Indexfonds müssen ihre Portfolios nun anpassen und Aktien kaufen.
Die Folge: mehr Sichtbarkeit bei internationalen Investoren. Allerdings bleibt das Papier extrem schwankungsanfällig. Die annualisierte Volatilität liegt bei fast 146 Prozent. Leerverkäufer wie Voleon Capital Management wetten weiterhin gegen das Unternehmen.
Schwaches Quartal, starke Fantasie
Seit Jahresbeginn legte der Kurs um beeindruckende 377 Prozent zu. Die fundamentale Realität sieht schwächer aus. Im ersten Quartal sank der Umsatz auf 17,1 Millionen Euro. Der operative Verlust lag bei 6,9 Millionen Euro.
Das schwache Solargeschäft belastet die Bilanz. Der Markt kauft stattdessen die Zukunft im Halbleiterbereich. Der Auftragseingang übertraf den Umsatz zuletzt deutlich. Im Juli legt der Vorstand den Halbjahresbericht vor. Dann muss LPKF die hohen Erwartungen mit konkreten Serienaufträgen belegen.
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