Die LPKF-Aktie legte am Freitag um gut zwölf Prozent auf 24,80 Euro zu. Seit Jahresbeginn hat sich der Kurs mehr als vervierfacht. Die neueste Meldung aus China passt zum Momentum — löst sie aber nicht aus.
ProtoLaser H4 im Ausbildungskanal
Die chinesische LPKF-Einheit zeigt auf der Higher Education Expo in Nanchang den ProtoLaser H4. Das Desktop-System kombiniert mechanisches Bohren mit Laserstrukturierung. Es verarbeitet FR4, Hochfrequenzmaterialien, Keramiksubstrate und flexible Folien. Technisch nennt LPKF einen 20-Watt-Laser, 14 Werkzeugpositionen und eine Spindeldrehzahl von 100.000 Umdrehungen pro Minute. Strukturierungswerte liegen bei 100 Mikrometern Linienbreite und 30 Mikrometern Abstand.
Zielgruppe sind Hochschulen und Forschungslabore. Das Gerät dient außerdem als offizielle Ausrüstung für das Elektroniktechnik-Projekt der 48. WorldSkills-Veranstaltung in Shanghai.
Nachricht ohne Zahlen, Kurs mit Bewegung
Die Meldung nennt keine neuen Aufträge und keine Umsatzbeiträge. Sie schafft Sichtbarkeit — mehr nicht.
Der Kursanstieg lässt sich daraus nicht direkt ableiten. Das Handelsvolumen lag laut Marktdaten bei 177 Prozent eines normalen Handelstages. Kein Wunder, dass Beobachter nach einem Auslöser suchen — einen eindeutigen liefert die China-Meldung nicht.
Operativ bleibt das Bild gemischt. Im ersten Quartal 2026 fiel der Umsatz auf 17,1 Millionen Euro, nach 25,3 Millionen Euro im Vorjahr. Das EBIT lag bei minus 6,9 Millionen Euro. Der Auftragseingang stieg allerdings auf 24,1 Millionen Euro. Die Book-to-Bill-Ratio erreichte 1,4 — ein Signal, dass Bestellungen schneller eingehen als Umsätze folgen.
Ausblick auf die neue Woche
Der ProtoLaser-Auftritt passt zum Segment Electronics, das im ersten Quartal beim Auftragseingang zulegte. Für das Gesamtjahr 2026 erwartet LPKF einen Umsatz zwischen 105 und 120 Millionen Euro sowie eine bereinigte EBIT-Marge von minus 3,0 bis plus 4,5 Prozent. Potenzielle Volumenaufträge aus dem Advanced-Packaging-Bereich sind darin noch nicht enthalten.
Ende Mai folgen weitere Messeauftritte: ECTC in Orlando, SPEXA in Japan und iTGV in Wuxi. Diese Termine liegen thematisch näher an Elektronikfertigung und Glassubstrat-Anwendungen. Ob daraus konkrete Bestellungen entstehen, entscheidet letztlich, ob die Kursrally — 204 Prozent in zwölf Monaten, Volatilität von annualisierten 153 Prozent — auf einem belastbaren Fundament steht.
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