Nach der jüngsten Reduzierung der Jahresziele geriet das Papier von LPKF Laser & Electronics SE unter Druck. Am gestrigen Montag verzeichnete der Kurs einen Rückgang um 5,9 Prozent und ging bei 16,00 Euro aus dem Handel. Der Laserspezialist hatte seine Prognose für das Geschäftsjahr 2026 nach unten angepasst, da sich wesentliche Aufträge zeitlich verschieben.
Verschiebungen bei Solar- und Packaging-Aufträgen
Für das Gesamtjahr 2026 rechnet das Management mit einem Konzernumsatz zwischen 93 und 100 Millionen Euro. Zuvor war eine Spanne von 105 bis 120 Millionen Euro anvisiert worden.
Auch die Ergebniserwartung trübte sich ein: Die bereinigte EBIT-Marge wird nun zwischen -7,0 Prozent und -2,5 Prozent gesehen, nachdem das Unternehmen zuvor von -3,0 Prozent bis 4,5 Prozent ausgegangen war.
Ausschlaggebend für die Korrektur sind Verzögerungen bei einem größeren Solarauftrag. Zudem treffen Bestellungen im Geschäftsbereich Advanced Packaging später als ursprünglich angenommen ein. Nach Angaben des Unternehmens werden diese Vorhaben erst im Folgejahr zu den Erlösen beitragen. Vor gut einer Woche war bereits eine Absichtserklärung für einen Großauftrag im Bereich NEXAR-LIDE gemeldet worden.
Führungskräfte nutzen Kursschwäche für Zukäufe
Ungeachtet der gekappten Jahresziele sendete das Management Vertrauenssignale an den Markt. Zwei Mitglieder des Vorstands erwarben am 30. September auf eigene Rechnung Unternehmensanteile. Dr. Klaus Fiedler kaufte Aktien im Gesamtwert von 49.640 Euro zu einem Preis von 14,60 Euro je Anteilsschein. Vorstandskollege Peter Mümmler erwarb zeitgleich Papiere für insgesamt 14.700 Euro zu 14,70 Euro je Aktie.
Zuspruch kommt auch von Analystenseite. Medienberichten zufolge stufte Malte Schaumann von Warburg Research den Rücksetzer nach der Prognosesenkung als Einstiegsgelegenheit ein. Das Analysehaus beließ die Empfehlung auf „Buy“ mit einem Kursziel von 23,50 Euro.
Großinvestor meldet Zukauf vor Quartalsbericht
Parallel zu den Transaktionen aus der Führungsetage baute die UBS Group AG ihre Position aus. Die Großbank überschritt am 1. Oktober die Schwelle von drei Prozent und meldete zum Wochenauftakt einen Stimmrechtsanteil von insgesamt 3,23 Prozent nach zuvor 3,14 Prozent.
Klarheit über den bisherigen Jahresverlauf erwarten Marktteilnehmer in wenigen Wochen. LPKF Laser & Electronics plant die Veröffentlichung des Quartalsfinanzberichts zum dritten Quartal für den 29. Oktober 2026.
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