Nach einem Absturz von fast 40 Prozent innerhalb weniger Tage versucht die LPKF-Laser-Aktie gerade, Boden zu finden — just vor einer Hauptversammlung, auf der Aktionäre dem Management die Strategie um die Ohren hauen wollen.
Achterbahn mit hartem Aufprall
Am 11. Mai markierte das Papier ein Mehrjahreshoch bei 29,90 Euro. Was folgte, war brutal: Bis zum 19. Mai brach der Kurs auf 18,45 Euro ein — ein Minus von rund 38 Prozent in weniger als zwei Wochen. Marktbeobachter sprechen von einem klassischen „Fahnenstangen-Bruch“, bei dem spekulative Übertreibungen schlagartig abgebaut werden.
Aktuell notiert die Aktie wieder bei rund 22,00 Euro. Der Stochastic RSI hatte zwischenzeitlich extreme Überverkauftheit signalisiert, der Verkaufsdruck hat zuletzt nachgelassen — erste Stabilisierungszeichen.
Aktionäre wollen Offensive statt Sparkurs
Am 4. Juni trifft sich LPKF zur ordentlichen Hauptversammlung in Hannover. Die Stimmung ist angespannt. Mehrere Aktionäre haben Gegenanträge eingereicht, die das Transformationsprogramm „North Star“ von CEO Klaus Fiedler scharf kritisieren.
Das Programm zielt auf Kostensenkungen und eine zweistellige operative Marge bis 2028. Für Teile der Investoren ist das zu defensiv. Sie fordern eine aggressivere Wachstumsstrategie — insbesondere um die technologische Position im Bereich Advanced Packaging schneller in Umsatz zu verwandeln.
Halbleiter als Hoffnungsträger, Solar als Bremsklotz
Das laufende Jahr bleibt operativ schwierig. LPKF peilt für 2026 einen Konzernumsatz zwischen 105 und 120 Millionen Euro an, die bereinigte EBIT-Marge soll zwischen minus 3,0 und plus 4,5 Prozent liegen.
Die Segmente laufen auseinander. Das Solargeschäft leidet unter Investitionszurückhaltung und Wettbewerbsdruck. Der Bereich Electronics & Development zeigt mit einer Book-to-Bill-Ratio von 1,4 dagegen klar positive Dynamik. Der eigentliche Hoffnungsträger ist die LIDE-Technologie für Glassubstrate im Advanced Packaging — LPKF befindet sich nach eigenen Angaben in fortgeschrittenen Gesprächen über erste Serien-Produktionsanlagen.
Ob aus diesen Gesprächen belastbare Großaufträge werden, dürfte auf der Hauptversammlung am 4. Juni die entscheidende Frage sein. Kann das Management konkrete Fortschritte beim LIDE-Geschäft vorweisen, hätte die Aktie nach dem Kurseinbruch Spielraum für eine deutliche Erholung.
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