LPKF Laser Aktie: 10,22 Prozent Wochenverlust

Metas Cloud-Ausbau löst Kursrutsch bei LPKF Laser aus. Leerverkäufe und fallende Trendlinien verstärken den Abgabedruck.

Auf einen Blick:
  • Meta-Strategie trifft Halbleiterausrüster
  • Tagesverlust von über vier Prozent
  • Leerverkäufer erhöhen den Druck
  • Kurs fällt unter wichtige Trendlinie

Der US-Konzern Meta baut seine eigene Cloud-Infrastruktur konsequent aus. Diese strategische Ankündigung aus dem Silicon Valley trifft europäische Halbleiterausrüster hart. Auch bei LPKF Laser flüchten Anleger aus dem Wertpapier. Die Sorge vor verschobenen Investitionsströmen belastet die gesamte Branche.

Schockwellen im Halbleitersektor

Schwergewichte wie Infineon gaben um rund zwei Prozent nach. Spezialisierte Maschinenbauer wie Aixtron, Suss Microtec und LPKF Laser traf es deutlich härter. Hier reichten die Abschläge bis zu sieben Prozent. LPKF stellt laserbasierte Lösungen für die Mikrochipfertigung her. Das Unternehmen reagiert traditionell sensibel auf solche Marktveränderungen.

Aktuell notiert das Papier bei 20,20 Euro. Das bedeutet einen Tagesverlust von 4,27 Prozent. Damit setzt sich der jüngste Abwärtstrend fort. Auf Wochensicht verlor der Titel 10,22 Prozent an Wert.

Leerverkäufer positionieren sich

Ein weiterer Faktor verstärkt den aktuellen Abgabedruck. Institutionelle Investoren setzen bei LPKF Laser massiv auf fallende Kurse. Aktuellen EU-Registerdaten zufolge bestehen meldepflichtige Short-Positionen von mindestens 0,5 Prozent des Grundkapitals.

Die Folge: extreme Nervosität. Mit einer annualisierten Volatilität von 126 Prozent schwankt der Titel derzeit gewaltig. In solchen Marktphasen beschleunigen Marktmeldungen über Leerverkäufe die Abwärtsspirale oft zusätzlich.

Chartbild trübt sich ein

Trotz des Rücksetzers steht seit Jahresbeginn noch ein sattes Plus von 236 Prozent auf der Anzeigetafel. Dennoch reißt der aktuelle Abverkauf Lücken in den Chart. Der Kurs fiel am Donnerstag unter den 50-Tage-Durchschnitt. Diese wichtige Trendlinie verläuft bei 22,45 Euro.

Vom 52-Wochen-Hoch bei 30,20 Euro aus Ende Juni hat sich die Aktie spürbar entfernt. Der Abstand beträgt mittlerweile 33 Prozent. Ein RSI-Wert von 42,6 zeigt an, dass das Papier angeschlagen ist. Überverkauft ist es allerdings noch nicht.

Marktbeobachter richten den Blick nun auf die psychologisch wichtige Marke von 20 Euro. Hält diese Unterstützung nicht, drohen unmittelbar weitere Abgaben. LPKF muss in den kommenden Quartalen handfeste Zahlen liefern und beweisen, dass die Auftragslage den Turbulenzen im Tech-Sektor trotzt.

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