L’Oréal gibt Gas in China. Der französische Kosmetikgigant hat sich jetzt eine Minderheitsbeteiligung an der chinesischen Hautpflegemarke Lan gesichert. Es ist bereits die zweite Investition binnen weniger Monate. Im Oktober hatte L’Oréal für umgerechnet 62 Millionen Dollar einen Anteil von 6,67 % an Chando erworben. Die Botschaft ist klar: Wer in China bestehen will, muss sich mit lokalen Marken verbünden.
Vincent Boinay, CEO für Nordostasien und China, betont die strategische Bedeutung. China sei zentral für die globale Strategie des Konzerns. Die Zahlen geben ihm Recht. Im dritten Quartal konnte L’Oréal in China erstmals seit zwei Jahren wieder wachsen, wenn auch nur um bescheidene 3 %. Der Markt für Beauty und Kosmetik in China ist gigantisch und bringt es auf 75 Milliarden Dollar Umsatz.
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Lokale Konkurrenz setzt internationale Player unter Druck
Doch genau hier liegt das Problem für L’Oréal und andere westliche Konzerne. Die sogenannten C-Beauty-Marken gewinnen massiv Marktanteile. Sie sind schneller bei der Produktentwicklung, aggressiver im Marketing und treffen den Nerv chinesischer Konsumenten besser. Experten wie Ben Cavender vom China Market Research Group sehen die Investitionen als klugen Schachzug. L’Oréal nutzt die Dynamik der lokalen Brands, ohne die eigenen Kernmarken zu kannibalisieren.
Chando und Lan punkten beide mit natürlichen Inhaltsstoffen im mittleren Preissegment zwischen 49 und 390 Yuan. Chando ist bereits die drittgrößte heimische Beauty-Marke in China. Für L’Oréal sind das wertvolle Zugänge zu kleineren Städten und preissensiblen Käuferschichten. Die Strategie könnte aufgehen, wenn der Konzern es schafft, von der Innovationskraft der Partner zu profitieren. Der chinesische Markt bleibt volatil, aber L’Oréal zeigt jetzt Präsenz.
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