Der Schweizer Pharma-Dienstleister hat seine Halbjahreszahlen 2025 neu gefasst. Grund: Der Verkauf des Geschäfts mit Kapseln und Gesundheitszutaten (CHI) an Lone Star Funds ist so gut wie fix. Die Transaktion soll im dritten Quartal 2026 abgeschlossen werden.
Lonza stellt damit die Weichen endgültig auf das Kerngeschäft als Auftragshersteller für die Pharmaindustrie. Die Neudarstellung zeigt nun klarer, wie sich die fortgeführten Aktivitäten entwickeln.
Solide Zahlen, klarer Fokus
Für die ersten sechs Monate 2025 erzielte Lonza mit den fortgeführten Geschäften einen Umsatz von 3,03 Milliarden Schweizer Franken. Der Gewinn aus diesen Aktivitäten lag bei 396 Millionen Franken. Rechnet man das CHI-Geschäft hinzu, stand unterm Strich ein Gewinn von 426 Millionen Franken.
Das Gesamtjahr 2025 hatte Lonza mit einem Umsatz von 6,5 Milliarden Franken und einem Nettogewinn von 949 Millionen Franken abgeschlossen. Die Neudarstellung der Halbjahreszahlen hat keine Auswirkungen auf diese bereits gemeldeten Zahlen.
Innovation als Wettbewerbsvorteil
Auf der BIO 2026 in San Diego präsentierte sich Lonza als Partner für die nächste Therapie-Generation. Im Fokus standen mRNA-Lieferketten, Zell- und Gentherapien sowie der Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Auftragsfertigung. Der Konzern will so die komplexen Produktionsanforderungen moderner Medikamente bedienen.
Das sagt die Charttechnik
Die Lonza-Aktie notierte am Freitag bei 65,94 US-Dollar – ein Minus von 0,57 Prozent. Auf Wochensicht steht ein Plus von 7,75 Prozent. Seit Jahresbeginn fehlen allerdings noch 2,93 Prozent für eine positive Bilanz.
Der RSI von 64,4 Punkten signalisiert eine neutrale bis leicht positive Tendenz. Der Kurs liegt 5,12 Prozent über der 50-Tage-Linie bei 62,73 Dollar. Zum 52-Wochen-Hoch von 73,85 Dollar aus dem Oktober 2025 fehlen noch gut zehn Prozent.
Die Branche durchlebt derzeit eine Konsolidierungswelle. Für Lonza wird entscheidend sein, ob der Fokus auf das CDMO-Kernsegment und die Technologie-Offensive ausreichen, um sich gegen die Konkurrenz zu behaupten. Der Verkauf des CHI-Geschäfts ist dabei der letzte große strategische Puzzlestein.
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