Die London Stock Exchange Group gibt nach. Oder zumindest ein bisschen. Das Unternehmen kündigte heute ein Aktienrückkaufprogramm über 3 Milliarden Pfund an. Das klingt nach viel Geld, und das ist es auch. Nur reicht es dem Aktivisten Elliott Management offenbar nicht. Die New Yorker hatten in den vergangenen Wochen eine Beteiligung aufgebaut und 5 Milliarden Pfund gefordert.
Die Zahlen selbst können sich durchaus sehen lassen. Der Gesamtumsatz wuchs 2025 um 7,1 Prozent auf organischer Basis. Das entspricht ziemlich genau den Erwartungen der Analysten, die mit einem Plus von 7 Prozent gerechnet hatten. Für 2026 stellt LSEG ein Wachstum zwischen 6,5 und 7,5 Prozent in Aussicht. Auch hier bewegt sich das Unternehmen im Rahmen der Schätzungen.
Immerhin gibt es für die Aktionäre noch eine Dividendenerhöhung obendrauf. Die Schlussdividende steigt um satte 15,7 Prozent auf 103 Pence je Aktie. CEO David Schwimmer versucht offensichtlich, die Gemüter zu beruhigen und gleichzeitig zu zeigen, dass man die Interessen der Investoren ernst nimmt.
Elliott bleibt am Drücker
Doch die Frage bleibt natürlich im Raum stehen. Warum nur 3 Milliarden Pfund, wenn Elliott 5 Milliarden fordert? Die Antwort dürfte in der Strategie liegen. LSEG will sich Spielraum bewahren und nicht alles auf einmal ausschütten. Das Unternehmen konkurriert schließlich mit Bloomberg um Finanzdaten und Nachrichten. Da braucht man Kapital für Investitionen.
Elliott Management ist bekannt dafür, Druck zu machen und nicht locker zu lassen. Die 3 Milliarden Pfund sind vermutlich erst der Anfang. Der Aktivist hat zusätzlich eine Portfolioüberprüfung gefordert. Das bedeutet, dass LSEG sich warm anziehen muss. Weitere Forderungen dürften folgen.
Anleger sollten die Entwicklung genau im Auge behalten. Die nächsten Monate werden zeigen, ob LSEG dem Druck standhält oder ob Elliott noch mehr herausholt. Die Aktie könnte volatil bleiben, solange der Konflikt schwelt.
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