Das Pentagon hat ein ernüchterndes Urteil über das wichtigste Programm von Lockheed Martin gefällt: Das Technology-Refresh-3-Upgrade des F-35 hat im vergangenen Jahr kaum Fortschritte gemacht. Stabilitätsprobleme, fehlende Funktionen und neu entdeckte Fehler machten die Software weite Teile des Jahres 2025 schlicht unbrauchbar für den Kampfeinsatz.
Milliarden investiert, Ergebnisse ausgeblieben
Das TR-3-Upgrade ist kein Randthema. Es soll die Rechenleistung des Jets um das 37-Fache steigern und den Arbeitsspeicher auf das 20-Fache ausbauen — Voraussetzung für verbesserte Waffensysteme, erweiterte elektronische Kriegsführung und stärkere Cybersicherheit. Lockheed begann im Juli 2024 mit der Auslieferung TR-3-fähiger Maschinen, doch die versprochenen Fähigkeiten blieben weitgehend ungenutzt.
Das Programm liegt bereits mehr als sechs Milliarden Dollar über dem geplanten Budget und ist fünf Jahre hinter dem Zeitplan. Laut Pentagon-Bericht wurde 2025 keine neue Kampffähigkeit ausgeliefert — obwohl F-35-Jets bereits Einsätze über dem Iran fliegen.
Trotz der kritischen Bewertung fließt das Geld weiter. Das US-Verteidigungsministerium hat eine weitere Tranche von 700 Millionen Dollar für die Beschaffung von Langzeit-Komponenten der Produktionslose 20 und 21 freigegeben. Der Gesamtwert des zugrunde liegenden Vertrags beläuft sich auf 9,51 Milliarden Dollar. Auch Dänemark hat seinen F-35-Auftrag um 16 Maschinen aufgestockt.
Lichtblick aus dem Raketenbereich
Während der F-35 unter Beschuss steht, lieferte das Segment Missiles and Fire Control einen klaren Erfolg. Lockheed absolvierte den ersten Testflug der Precision Strike Missile Increment 2 erfolgreich — inklusive neuem Multi-Mode-Suchkopf und dem Nachweis, bewegliche Seeziele bekämpfen zu können. Der Flug über 350 Kilometer startete von einem HIMARS-System und erfüllte alle Testziele.
Die Relevanz des Programms unterstreicht ein weiteres Detail: Die Vorgängerversion PrSM Increment 1 kam erstmals im laufenden Konflikt im Iran zum Kampfeinsatz.
Lockheed Martin Corporation Aktie Chart
Starkes Orderbuch, offene Fragen
Das Gesamtbild bleibt zweigeteilt. Der Auftragsbestand erreichte Ende 2025 einen Rekordwert von 194 Milliarden Dollar — ein Plus von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Umsatzprognose für 2026 liegt bei 77,5 bis 80 Milliarden Dollar. Zudem zahlt Lockheed am 27. März eine Quartalsdividende von 3,45 Dollar je Aktie.
Die Aktie hat im Zwölf-Monats-Vergleich rund 30 Prozent zugelegt und notiert klar über ihren gleitenden Durchschnitten. Ob das ausreicht, hängt maßgeblich davon ab, wie schnell Lockheed die TR-3-Probleme in den Griff bekommt — das F-35-Programm steht für 27 Prozent des Jahresumsatzes 2025 und bleibt damit der entscheidende Hebel für die operative Glaubwürdigkeit des Konzerns.
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