Lockheed Martin-Aktie: Offensive vor Zahlen!

Der Rüstungskonzern kündigt eine Allianz zur Waldbrandbekämpfung an und startet einen GPS-Satelliten, während Anleger auf die kommenden Finanzergebnisse warten.

Auf einen Blick:
  • Gründung von Emberpoint für Waldbrandprävention
  • Start eines GPS-III-Satelliten an diesem Abend
  • Auftrag für Transportflugzeuge aus Mexiko
  • Quartalsergebnisse werden am Donnerstag erwartet

Der US-Rüstungskonzern Lockheed Martin schaltet kurz vor der Veröffentlichung seiner Quartalsergebnisse einen Gang höher. Mit der Gründung eines neuen Joint Ventures zur Waldbrandbekämpfung und einem unmittelbar bevorstehenden Satellitenstart dominiert das Unternehmen die Nachrichtenlage. Anleger blicken nun gespannt auf die Wochenmitte, um zu sehen, ob die operativen Fortschritte auch finanziell Früchte tragen.

Allianz gegen „Megafeuer“

Am Montag bestätigte das Unternehmen die Formierung von Emberpoint, einem neuen Joint Venture, das die Erkennung und Reaktion auf Waldbrände revolutionieren soll. Lockheed Martin holt sich dafür prominente Partner ins Boot: Den Versorger PG&E, den Software-Riesen Salesforce und die Großbank Wells Fargo. Gemeinsam investieren die Partner über 100 Millionen US-Dollar in das Projekt.

Das Ziel ist ambitioniert: CEO Jim Taiclet will durch die Verknüpfung von Lockheeds Luft- und Raumfahrtsensoren mit der Dateninfrastruktur von Salesforce sogenannte „Megafeuer“ in den USA verhindern. Erste operative Demonstrationen, die Daten aus dem All, der Luft und vom Boden kombinieren, sind noch für dieses Jahr geplant.

Startrampe und Auftragsbücher

Während das neue Venture langfristiges Potenzial bietet, steht das operative Tagesgeschäft heute Abend, am 27. Januar, im Fokus. Von der Cape Canaveral Space Force Station soll ein GPS III Satellit an Bord einer SpaceX Falcon 9 Rakete ins All starten. Die Mission dient der Modernisierung des Global Positioning System der U.S. Space Force und verspricht verbesserte Genauigkeit sowie Schutz vor Störsignalen.

Auch auf internationaler Ebene konnte Lockheed punkten. Die mexikanische Luftwaffe unterzeichnete eine Vereinbarung zum Kauf von C-130J-30 Super Hercules Transportflugzeugen. Damit wird Mexiko der erste Betreiber dieser Variante in Lateinamerika, was die Marktposition des Konzerns in der Region deutlich stärkt.

An der Börse gönnte sich das Papier zuletzt eine Verschnaufpause. Nach dem Testen neuer Rekordmarken konsolidierte der Kurs leicht und notiert aktuell bei rund 577 US-Dollar. Die langfristige Entwicklung bleibt mit einem Plus von gut 20 Prozent auf Sicht von zwölf Monaten jedoch positiv.

Die Woche im Überblick

  • Neues Venture: „Emberpoint“ (Waldbrandprävention mit PG&E & Salesforce)
  • Launch-Event: GPS III SV09 Start (Heute Abend, 27. Jan.)
  • Expansion: C-130J-30 Auftrag aus Mexiko
  • Finanztermine: Quartalszahlen am Donnerstag (Pre-Market)

Blick auf den Donnerstag

Alle Aufmerksamkeit richtet sich nun auf den 29. Januar 2026. Vor Börsenöffnung wird Lockheed Martin die Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vorlegen. Investoren erwarten hierbei nicht nur den reinen Gewinn, sondern vor allem konkrete Aussagen zur Marge im wichtigen F-35-Programm und zur Stabilität der Lieferketten. Entscheidend für die weitere Kursentwicklung wird der Ausblick auf 2026 sein, insbesondere im Hinblick auf internationale Nachfrage und geplante Aktienrückkäufe.

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