Kurz vor den Quartalszahlen sichert sich Lockheed Martin ein massives Auftragspaket der US-Regierung. Zwei neue Verträge spülen bis zu 6,6 Milliarden US-Dollar in die Auftragsbücher des Rüstungskonzerns. Der Fokus liegt dabei auf der beschleunigten Raketenproduktion und der langfristigen Wartung von Transportflugzeugen.
Raketenabwehr und Wartung im Fokus
Den Löwenanteil des neuen Volumens macht ein 4,7 Milliarden US-Dollar schwerer Vertrag aus. Das Pentagon beauftragte Lockheed Martin damit, die Produktion des Luftabwehrsystems PAC-3 MSE massiv hochzufahren. Dieser Schritt folgt auf eine bereits im Januar geschlossene Rahmenvereinbarung mit dem Verteidigungsministerium.
Parallel dazu vergab die US-Regierung einen exklusiven Zehnjahresvertrag über 1,9 Milliarden US-Dollar. Das Abkommen umfasst Wartung, Logistik und Training für die C-130J-Transportflugzeuge. Davon profitieren künftig neben der Air Force und dem Marine Corps auch die Navy Reserve und die Küstenwache.
Modulares Upgrade für den Black Hawk
Abseits der Großaufträge treibt die Tochtergesellschaft Sikorsky die Modernisierung bestehender Flotten voran. Auf dem Army Aviation Warfighting Summit in Nashville präsentierte das Unternehmen neue Umrüst-Kits für den Standard-Hubschrauber UH-60. Innerhalb von nur drei Stunden verwandeln diese modularen Systeme den Transporthubschrauber in eine bewaffnete Plattform für Präzisionsschläge.
Die Konfiguration integriert digitale Waffensysteme sowie Helm-Displays und fasst bis zu 16 Hellfire-Raketen. Lockheed Martin will mit diesem Upgrade die operative Relevanz der Black-Hawk-Flotte bis in das Jahr 2070 verlängern.
Lockheed Martin Corporation Aktie Chart
Marktumfeld und anstehende Zahlen
Das politische Umfeld spielt dem Konzern in die Karten. Der US-Haushaltsentwurf für 2027 sieht 11,36 Milliarden US-Dollar für die Raketenbeschaffung vor. Das entspricht einer massiven Steigerung gegenüber den 3,7 Milliarden des Vorjahres.
An der Börse zeigt die Lockheed-Aktie derzeit ein zweigeteiltes Bild. Seit Jahresbeginn steht ein starkes Plus von knapp 22 Prozent zu Buche. Kurzfristig gab der Kurs jedoch nach und notiert aktuell bei 516,80 Euro. Ein RSI-Wert von 22,0 signalisiert auf 14-Tage-Sicht eine technisch überverkaufte Situation.
Am 23. April öffnet das Management die Bücher für das erste Quartal 2026. Analysten rechnen mit einem Gewinn von 6,79 US-Dollar pro Aktie bei einem Umsatz von 18,38 Milliarden US-Dollar. Im Vorquartal hatte der Konzern die Gewinnerwartungen trotz steigender Erlöse noch verfehlt.
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