Lockheed Martin liefert starke Umsätze und einen prall gefüllten Auftragsbestand – eigentlich genau das, was Investoren sehen wollen. Trotzdem bleibt die Reaktion nach den Q4-Zahlen gemischt. Der Grund: Neben den guten Schlagzeilen schaut der Markt sehr genau auf Ertragskraft und Stimmung im Verteidigungssektor.
Zahlen überzeugen – der Auftragsbestand noch mehr
Im vierten Quartal 2025 steigerte der Konzern den Umsatz auf 20,32 Mrd. US-Dollar, ein Plus von 9,1% gegenüber dem Vorjahr. Damit lag Lockheed über den Markterwartungen (rund 19,84 Mrd. US-Dollar). Auch beim Ergebnis je Aktie gab es ein kleines Plus gegenüber dem Konsens: GAAP-EPS von 5,80 US-Dollar nach erwarteten 5,75 US-Dollar.
Der eigentliche Anker bleibt aber der Auftragsbestand. Der Backlog kletterte auf rund 194 Mrd. US-Dollar – Rekordniveau. Das ist für Anleger vor allem deshalb wichtig, weil es die Visibilität für künftige Erlöse erhöht. Ende Januar hat das Unternehmen diese Daten zudem mit dem eingereichten 10-K (29. Januar 2026) formal untermauert und dabei auch aktualisierte Risikoeinschätzungen veröffentlicht.
Neue Aufträge stützen die Produktion
Operativ gab es in den letzten Tagen mehrere Impulse, die den Produktionsausblick stützen:
- Flight School Next (4. Februar): Die US Army wählte Lockheed Martin für Phase III des Wettbewerbs. Als Integrator im IERW-Programm soll der Robinson R66 NxG als zentrale Trainingsplattform dienen.
- THAAD-Abfangraketen: Berichte sprechen von einer Vereinbarung, die Produktion über die nächsten Jahre zu erhöhen. Das passt zur steigenden globalen Nachfrage nach Luft- und Raketenabwehr.
- CH-53K „Pereh“ (5. Februar): Elbit Systems meldete einen 130-Mio.-US-Dollar-Vertrag zur Systemintegration in diese Helikopter. Sie werden von Sikorsky gefertigt, einer Lockheed-Tochter – ein weiterer Hinweis auf die internationale Relevanz der Programme.
Analysten und Sektorstimmung ziehen nicht an einem Strang
Nach den Zahlen blieben die Einschätzungen uneinheitlich: Citi hob das Kursziel auf 592 US-Dollar an und blieb bei Neutral. DZ Bank stufte auf Hold ab und nannte ein Kursziel von 665 US-Dollar. Das zeigt: Selbst bei soliden Kennzahlen ist die Bewertung und Erwartungshaltung strittig.
Hinzu kommt der Blick auf das Umfeld. Am Donnerstag stand der Sektor unter Druck, nachdem Rheinmetall nach einem vorsichtigen Pre-Close-Call deutlich nachgab – das färbte auf die Branche ab, auch wenn Lockheed operativ stärker US-getrieben ist.
Beim Kurs zeigte sich zuletzt wenig Dynamik: Die Aktie notiert heute bei 600,40 US-Dollar und damit rund 6% unter dem 52‑Wochen‑Hoch von 640,40 US-Dollar.
Unterm Strich liefert Lockheed Martin weiterhin Argumente für stabile Nachfrage – vor allem über den Rekord-Backlog und neue Programme. Kurzfristig dürfte aber entscheidend bleiben, wie Investoren die Ertragsqualität und den Branchenwind einordnen, während weitere Vertragsmeldungen und die Einordnung aus dem 10-K nachwirken.
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