Lenzing Aktie: Nettoergebnis steigt auf 35,6 Millionen

Lenzing verdoppelt den Nettogewinn auf 35,6 Mio. Euro, akzeptiert aber Umsatzeinbußen. Ein 600-Millionen-Refinanzierungspaket und ein Stellenabbau prägen die Neuausrichtung.

Auf einen Blick:
  • Nettogewinn auf 35,6 Millionen Euro verdoppelt
  • Umsatz sinkt auf 1,27 Milliarden Euro
  • Kapitalerhöhung über 300 Millionen Euro geplant
  • Rund 2.000 Arbeitsplätze sollen wegfallen

Der Faserhersteller Lenzing hat am vergangenen Mittwoch seine Zahlen für das erste Halbjahr 2026 vorgelegt. Dabei konnte das Unternehmen das Nettoergebnis nach Steuern auf 35,6 Millionen Euro mehr als verdoppeln. Im Vorjahreszeitraum hatte der Gewinn noch bei 15,2 Millionen Euro gelegen.

Strategische Neuausrichtung belastet den Umsatz

Der Konzernumsatz sank im Berichtszeitraum auf 1,27 Milliarden Euro nach 1,34 Milliarden Euro im Vorjahr. Dieser Rückgang war nach Unternehmensangaben eine bewusste Entscheidung. Lenzing reduzierte margenschwache Volumina, um die Profitabilität zu steigern. Das operative Ergebnis (EBITDA) belief sich in den ersten sechs Monaten auf 239,2 Millionen Euro.

Die operative Entwicklung wird von einem umfassenden Umbau begleitet. Unter der Leitung von Georg Kasperkovitz, der im Juni den Vorstandsvorsitz übernahm, forciert das Unternehmen die Strategie „Grow Nonwovens, Reset Textiles“. Dies bedeutet einen harten Einschnitt für die Produktion. Die Standorte Heiligenkreuz in Österreich und Grimsby in Großbritannien sollen bis Ende 2026 beziehungsweise 2027 geschlossen werden.

Massive Wertminderungen und Personalabbau

Die Standortoptimierung hat erhebliche finanzielle Konsequenzen für das laufende Geschäftsjahr. Lenzing kündigte nicht zahlungswirksame Wertminderungen auf Sachanlagen von bis zu 150 Millionen Euro an. Hinzu kommen Restrukturierungsrückstellungen in Höhe von bis zu 40 Millionen Euro. Der Konzern beabsichtigt zudem, bis Ende 2027 weltweit rund 2.000 Arbeitsplätze abzubauen.

Parallel dazu treibt Lenzing die Trennung von Randbereichen voran. Medienberichten zufolge wird der Verkaufsprozess für den indonesischen Standort PT South Pacific Viscose fortgesetzt. Das Ziel bleibt eine schlankere Struktur und eine stabilere Bilanz. Der Free Cashflow verbesserte sich bereits leicht auf 45,8 Millionen Euro.

Refinanzierungspaket vor entscheidender Hürde

Zur langfristigen Absicherung der Finanzen hat Lenzing ein Refinanzierungspaket über insgesamt 600 Millionen Euro geschnürt. Ein zentraler Bestandteil ist eine Bezugsrechtskapitalerhöhung im Volumen von bis zu 300 Millionen Euro. Hierüber sollen die Aktionäre am 25. August auf einer außerordentlichen Hauptversammlung entscheiden.

Die Kernaktionäre signalisieren bereits volle Unterstützung für diesen Schritt. Die B&C Gruppe und Suzano S.A. haben sich im Rahmen ihres Syndikats verpflichtet, anteilig an der Kapitalerhöhung teilzunehmen. Dies entspricht einem Gesamtbetrag von rund 156,7 Millionen Euro. Zudem liegt eine verbindliche Zusage der Oberbank über bis zu 11,6 Millionen Euro vor.

Am Kapitalmarkt spiegelt sich die angespannte, aber stabilisierte Lage wider. Die Aktie beendete den Handel am vergangenen Freitag bei 23,85 Euro. Damit notiert das Papier aktuell rund 19,83 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch. Seit Beginn des Jahres verzeichnet der Wert jedoch ein Plus von 2,58 Prozent.

Lenzing-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Lenzing-Analyse vom 10. August liefert die Antwort:

Die neusten Lenzing-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Lenzing-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 10. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Lenzing: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer

Hinweis: Teile dieses Artikels wurden mithilfe Künstlicher Intelligenz erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Die auf finanztrends.de angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information. Die hier angebotenen Beiträge stellen zu keinem Zeitpunkt eine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlung dar. Sie sind nicht als Zusicherung von Kursentwicklungen der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren ist risikoreich und birgt Risiken, die den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bewirken können. Die auf finanztrends.de veröffentlichen Informationen ersetzen keine, auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Es wird keinerlei Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden übernommen. finanztrends.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinen Einfluss und vor Veröffentlichung sämtlicher Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen o.ä. Demzufolge kann bezüglich der Inhalte der Beiträge nicht von Anlageinteressen von finanztrends.de und/ oder seinen Mitarbeitern oder Organen zu sprechen sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen usw. gehören nicht der Redaktion von finanztrends.de an. Ihre Meinungen spiegeln nicht die Meinungen und Auffassungen von finanztrends.de und deren Mitarbeitern wider. (Ausführlicher Disclaimer)