Lenzing Aktie: Kurs stürzt um 15 Prozent ab

Symbolbild, KI-generiert

Berenbergs Herabstufung und der vergünstigte Bezugspreis belasten die Aktie; ein neuer Unternehmensanlass für den Tagesverlust fehlt.

Auf einen Blick:
  • Aktienkurs fällt auf 10,74 Euro
  • Kapitalerhöhung soll rund 300 Millionen Euro einbringen
  • Berenberg senkte Kursziel auf 17 Euro
  • Bezugsfrist endet planmäßig am 20. Oktober

Deutlicher Kursabschlag ohne neue Unternehmensnachricht

Die Aktie von Lenzing verzeichnet heute einen Kursverlust von 15 Prozent und fällt auf 10,74 Euro zurück. Ein spezifischer neuer Unternehmensanlass liegt für diesen Tagesverlust nicht vor. Der Rücksetzer erfolgt während der laufenden Bezugsphase, die den Titel bereits in den vorangegangenen Tagen begleitet hat.

Die Marktreaktion fügt sich in die Entwicklung der vergangenen Tage ein. Vor gut einer Woche kündigte Lenzing eine Barkapitalerhöhung an. Der Faserhersteller peilt mit der Transaktion einen Bruttoerlös von rund 300 Millionen Euro an.

Belastungsfaktoren der Kapitalmaßnahme

Im Rahmen der Maßnahme sollen 34.756.362 neue Stückaktien ausgegeben werden. Dadurch erhöht sich das Grundkapital von 40.107.738,37 Euro auf 76.204.702,90 Euro. Bestehende Anteilseigner haben die Möglichkeit, je zehn gehaltene Papiere neun neue Aktien zu einem Bezugspreis von 8,65 Euro je Aktie zu erwerben. Dieser deutliche Abschlag zum damaligen Marktniveau prägte das Sentiment zuletzt stark.

Zusätzliche Skepsis kam vom Analysehaus Berenberg. Am 2. Oktober stufte Berenberg die Lenzing-Aktie von „Buy“ auf „Hold“ herab und reduzierte das Kursziel von 29,50 Euro auf 17,00 Euro.

Die Analysten begründeten diesen Schritt mit Rohstoffkosten und einer aus ihrer Sicht schwachen Weitergabe gestiegener Viskose- und Baumwollpreise an die Ergebnisse. Zudem verwies Berenberg auf eine mögliche Zurückhaltung des Großaktionärs Suzano bezüglich dessen Beteiligung.

Fristen und Zeitplan der Platzierung

Für die Durchführung der Kapitalerhöhung gelten feste Terminvorgaben. An der Wiener Börse läuft der Handel mit den Bezugsrechten bis einschließlich 14. Oktober. Im Zuge der Zuteilung erhielt Vorstandsmitglied Christian Skilich 1.710 Bezugsrechte zu einem gemeldeten Preis von 0,00 Euro.

Die reguläre Bezugsfrist für die neuen Anteile endet planmäßig am 20. Oktober 2026. Für denselben Tag ist eine internationale Privatplatzierung nicht bezogener Aktien vorgesehen. Sofern die Kapitalerhöhung fristgerecht im Firmenbuch eingetragen wird, sollen die neuen Aktien ab dem 23. Oktober 2026 geliefert und in den Handel einbezogen werden.

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