Goldman Sachs hat am Freitag bei Lenzing eine Gesamtposition von 4,01 % der Stimmrechte gemeldet. Laut Pflichtmitteilung entfielen davon 2,59 % auf Aktien und 1,43 % auf Finanzinstrumente. Daneben meldeten ein Vorstandsmitglied und B&C Käufe im Zusammenhang mit der Kapitalerhöhung.
Investoren und Vorstand erwerben Aktien
Die von Goldman Sachs gemeldete Schwellenberührung datiert auf den 20. Oktober. Die Gesamtposition umfasst sowohl direkt gehaltene Aktien als auch Finanzinstrumente.
Am Freitag wurde außerdem ein Aktienkauf von Christian Skilich, Mitglied des Vorstands der Lenzing AG, gemeldet. Er erwarb Papiere zum Preis von EUR 8,65 je Aktie.
B&C KB Holding meldete am Donnerstag den Erwerb von Lenzing-Aktien durch Ausübung von Bezugsrechten. Auch die Oberbank beteiligte sich über Bezugsrechte an der Kapitalerhöhung. Diese Erwerbsmeldungen betreffen damit die Zeichnung neuer Aktien im Rahmen der Finanzierungsmaßnahme.
Frisches Kapital für die Strategie
Lenzing hatte die Kapitalerhöhung vor gut einer Woche mit einem Bruttoerlös von rund EUR 301,2 Mio. abgeschlossen. Insgesamt gab das Unternehmen 34.756.362 neue Aktien aus.
Die Annahmequote des Bezugsangebots lag bei 99 %. Die nicht bezogenen Aktien verkauften die Konsortialbanken am Markt. Für die neuen Papiere war der Handelsbeginn am 23. Oktober vorgesehen.
Nach Unternehmensangaben soll der Erlös die Kapitalstruktur stärken und die Strategie „Grow Nonwovens, Reset Textiles“ finanzieren.
Zur operativen Neuordnung gehört die verschobene Schließung des Werks Heiligenkreuz: Statt zum Jahresende 2026 soll sie im ersten Quartal 2027 erfolgen. Ein Unternehmenssprecher begründete die Verschiebung mit dem Transfer der Produktion auf andere Standorte. Rund 285 Beschäftigte sind betroffen. Laut ORF steht Lenzing mit etwa 30 Interessenten wegen einer möglichen Übernahme des Standorts in Kontakt.
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