The Goldman Sachs Group hat ihre Beteiligung an der Lenzing AG deutlich verringert. Wie aus einer Stimmrechtsmitteilung hervorgeht, fiel die Gesamtposition der US-Investmentbank auf 3,86 Prozent. Im heutigen Handel verzeichnet das Papier des Faserherstellers ein Minus von 2,8 Prozent auf 12,48 Euro. Für den heutigen Kursrückgang liegt seitens des Unternehmens keine gesonderte Meldung vor.
Rückzug institutioneller Adressen
Die meldepflichtige Schwellenberührung bei Goldman Sachs fand am 2. Oktober statt. Der verbliebene Anteil setzt sich aus 2,75 Prozent an Aktien sowie weiteren 1,11 Prozent über Finanzinstrumente zusammen.
Bereits am Vortag hatte auch die NN Group eine Reduzierung ihrer Beteiligung gemeldet. Der niederländische Finanzkonzern verringerte seine Stimmrechte ebenfalls mit Stichtag 2. Oktober auf 2,54 Prozent, was einem Bestand von 981.965 Stimmrechten entspricht. Beide Mitteilungen spiegeln spürbare Portfolioanpassungen im Aktionariat wider, während der Konzern tiefgreifende Kapitalmaßnahmen umsetzt.
Kapitalerhöhung und Analystenabstufung
Den Hintergrund der jüngsten Marktbewegungen bildet die laufende Barkapitalerhöhung. Lenzing will über die Ausgabe von 34.756.362 neuen Aktien einen Bruttoerlös von rund 300 Millionen Euro einnehmen. Der Bezugspreis wurde auf 8,65 Euro je neuer Aktie festgesetzt.
Seit dem 2. Oktober werden die Altaktien ex Bezugsrecht gehandelt. Am selben Tag senkte die Privatbank Berenberg ihr Votum für den Titel von „Kaufen“ auf „Halten“ und reduzierte das Kursziel von 29,50 Euro auf 17 Euro.
Die Analysten begründeten ihre Zurückhaltung mit der ausbleibenden Übertragung höherer Viskose- und Baumwollpreise auf die Ergebnisentwicklung sowie mit Zweifeln an der Begleitung der Kapitalmaßnahme durch den Großaktionär Suzano.
Berenberg kappte zudem die Prognose für das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf 55 Millionen Euro. Medienberichten zufolge begleitete auch das Handelsblatt den Beginn der Zeichnungsfrist mit Verweis auf eine zurückhaltende Rolle Suzanos.
Wichtige Termine bis Ende Oktober
Für Anleger stehen in den kommenden Wochen zentrale Wegmarken im Kalender. Der an der Wiener Börse laufende Handel mit Bezugsrechten endet am 14. Oktober 2026. Die Frist für die Ausübung der Bezugsrechte läuft noch bis einschließlich 20. Oktober 2026; für denselben Tag ist eine Privatplatzierung nicht bezogener Stücke vorgesehen.
Vorbehaltlich der Eintragung im Firmenbuch sollen die neuen Aktien schließlich am 23. Oktober 2026 erstmals gehandelt werden.
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