Lenzing will den Erlös der vor gut einer Woche abgeschlossenen Kapitalerhöhung für die Strategie „Grow Nonwovens, Reset Textiles“ und eine stärkere Kapitalstruktur einsetzen. Der Bruttoerlös belief sich auf rund 301,2 Millionen Euro. Die Aktie steigt heute um 3,1 % auf 10,24 €.
Frisches Kapital für die Neuausrichtung
Laut Reuters ist die Kapitalmaßnahme Teil des Konzernumbaus. Lenzing gab dabei vor gut einer Woche 34.756.362 neue Aktien zum Bezugspreis von 8,65 Euro aus. Bestehende Aktionäre zeichneten 99 % des Bezugsangebots.
Die übrigen Aktien verkauften die Konsortialbanken am Markt. Den Erlös will Lenzing damit sowohl für die strategische Neuausrichtung als auch zur finanziellen Stärkung nutzen.
Zum Umbau gehört auch die geplante Schließung des Werks in Heiligenkreuz. Wie ein Unternehmenssprecher gegenüber APA zur vor gut einer Woche gemeldeten Verschiebung bestätigte, soll sie im ersten Quartal 2027 statt Ende 2026 erfolgen. Rund 285 Beschäftigte sind betroffen. Lenzing begründete die Verschiebung mit dem Produktionstransfer zu anderen Standorten.
Beteiligungsverhältnisse nach der Kapitalmaßnahme
Die Stimmrechtsmitteilung nach der Kapitalerhöhung von vor gut einer Woche weist für das Syndikat aus B&C und Suzano weiterhin rund 52,25 % aus. Suzano International Trade GmbH hält demnach 12,60 %. Zusätzlich erwarb Suzano Holding S.A. außerhalb des Syndikats Aktien, die rund 0,80 % der Stimmrechte entsprechen.
Bei der NN Group erhöhte sich der gemeldete Anteil von zuvor 2,54 % auf 4,27 %. Die Mitteilung nennt als Schwellenberührungstag den Freitag.
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