Die Deutsche Bank hat ihr Kursziel für Lenzing am 28. Oktober von EUR 22 auf EUR 12,70 gesenkt. Medienberichten zufolge bestätigte sie zugleich die Empfehlung „Hold“. Damit ging die deutlich niedrigere Zielmarke nicht mit einer Änderung der Einstufung einher.
Profitabilität und Jahresausblick
Lenzing meldete für die ersten neun Monate 2026 ein bereinigtes EBITDA von EUR 353,0 Mio. Der Umsatz erreichte EUR 1,93 Mrd.
Die bereinigte EBITDA-Marge stieg in diesem Zeitraum auf 18,3 Prozent nach 17,9 Prozent im Vorjahr. Im dritten Quartal 2026 erreichte sie 17,3 Prozent. Im entsprechenden Vorjahresquartal hatte die Marge bei 13,3 Prozent gelegen.
Für das Gesamtjahr 2026 erwartet Lenzing ein bereinigtes EBITDA zwischen EUR 430 Mio. und EUR 460 Mio.
Produktionsende und Eigentümerstruktur
Lenzing kündigte außerdem an, die Produktion in Heiligenkreuz bis Ende des ersten Quartals 2027 zu beenden. In Grimsby soll die Produktion bis Ende 2027 auslaufen. Für beide Standorte prüft das Unternehmen Verkaufsoptionen.
Medienberichten zufolge gibt es für Heiligenkreuz rund 30 Kaufinteressenten. Mitte November soll eine engere Auswahl getroffen werden. Bis Jahresende soll feststehen, ob ein Käufer den Betrieb fortführt oder das Werk geschlossen wird.
Die vor gut drei Wochen abgeschlossene Kapitalerhöhung veränderte auch die Kapitalbasis. Nach Angaben von Lenzing erhöhte sich die Gesamtzahl der Stimmrechte auf rund 73,4 Millionen; das Grundkapital stieg auf rund EUR 76,2 Millionen.
Das Syndikat aus B&C-Gruppe und Suzano S.A. hält laut Unternehmen weiterhin rund 52,25 Prozent der Stimmrechte. Suzano Holding S.A. erwarb im Zuge der Kapitalerhöhung eine direkte Beteiligung von rund 0,80 Prozent an Lenzing.
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