Lenzing Aktie: Berenberg stuft auf Halten ab

Symbolbild, KI-generiert

Die geplante Emission über rund 300 Millionen Euro belastet den Kurs; Berenberg senkte Empfehlung und Kursziel.

Auf einen Blick:
  • Aktie verliert am Freitag 2,1 Prozent
  • Kapitalaufnahme über rund 300 Millionen Euro geplant
  • Berenberg stuft auf „Halten“ zurück
  • Bezugsrechtshandel soll am 6. Oktober beginnen

Die Aktie von Lenzing schloss am Freitag mit einem Minus von 2,1 Prozent bei 14,02 Euro. Auslöser des Kursrückgangs war anhaltender Verkaufsdruck im Zuge der beschlossenen Bezugsrechtsemission. Bereits am Donnerstag hatten die Anteile spürbar auf die bekannt gewordenen Details der Kapitalerhöhung reagiert. Zusätzliche Belastung brachten am Freitag eine Herabstufung durch das Analysehaus Berenberg sowie Sorgen über die Verwässerung der Altaktien.

Kapitalmaßnahme über 300 Millionen Euro

Der Faserhersteller beschloss eine vollständig garantierte Barkapitalerhöhung mit Bezugsrechten, mit der ein Bruttoerlös von rund 300 Millionen Euro angestrebt wird. Zur Erreichung dieser Summe sollen insgesamt 34.756.362 neue Aktien ausgegeben werden. Der Bezugspreis wurde auf 8,65 Euro je Anteilsschein festgelegt.

Für bestehende Aktionäre wurde das Bezugsverhältnis auf 10 zu 9 festgesetzt. Drei Großaktionäre haben bereits Unterstützung signalisiert: Die B&C-Gruppe, Suzano S.A. und die Oberbank AG verpflichteten sich zur Ausübung ihrer Bezugsrechte. Die Durchführung der Emission und die Billigung des dazugehörigen Prospekts standen laut Unternehmensmitteilung unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die Finanzmarktaufsicht.

Analysten reagieren mit Kurszielsenkungen

Die Bedingungen der Kapitalerhöhung stießen bei Marktbeobachtern auf Skepsis. Am Freitag stufte Berenberg die Lenzing-Aktie von „Kaufen“ auf „Halten“ ab. Zugleich senkte das Institut das Kursziel von 29,50 Euro auf 17 Euro.

Zur Begründung verwiesen die Experten auf schwächere Ergebnisaussichten des Unternehmens und den bevorstehenden Vollzug der Kapitalmaßnahme. Auch die Analysten von Raiffeisen thematisierten die Verwässerung als wesentlichen Belastungsfaktor für bestehende Anteilseigner.

Zeitplan für Bezugsrechte und Quartalszahlen

Für die Anleger steht die Abwicklung der Kapitalerhöhung bevor. Laut Ankündigung sollen die Bezugsfrist sowie der Handel der Bezugsrechte voraussichtlich am 6. Oktober 2026 starten. Während der Handel der Bezugsrechte bis einschließlich 14. Oktober 2026 laufen soll, können Bezugsrechte im Rahmen der Frist bis einschließlich 20. Oktober 2026 ausgeübt werden.

Einblicke in die operative Entwicklung soll kurz darauf der Zwischenbericht liefern. Laut Finanzkalender ist die Veröffentlichung der Ergebnisse für das dritte Quartal 2026 für den 5. November 2026 angesetzt.

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