Lenovo bekommt Rückenwind von unabhängiger Seite. Die Beratungs- und Analysefirma Information Services Group (ISG) zeichnet den Konzern in ihren Future-of-Work-Bewertungen 2026 mehrfach aus. Das Ergebnis passt zur Strategie, das Geschäft stärker über Software und Services zu stützen.
Drei Leader-Positionen, ein Rising Star
In den ISG-Provider-Lens-Studien für die USA, Großbritannien und Deutschland führt Lenovo seine Digital Workplace Solutions in mehreren Kategorien als Leader. Dazu zählen Digital Workplace Operations Support Services für Großkunden in Deutschland und für den Mittelstand in den USA. Hinzu kommt der Bereich Smart Sustainable Workplace Services in Großbritannien.
Im britischen Großkundensegment erhält Lenovo zudem den Rising-Star-Status. Nur zwei Anbieter schafften diese Einstufung.
Die Analysten loben vor allem die Kombination aus Lebenszyklusmanagement, datengetriebenem Betrieb und Partnernetzwerk. Lenovo bündelt dafür seine Plattform xIQ, den Service Desk und das Abomodell TruScale Device as a Service. Die Plattform wertet Telemetriedaten aus, um Störungen zu erkennen, bevor Mitarbeiter sie bemerken.
Konkreter Kundennutzen
ISG nennt ein Beispiel: Bei einem globalen Konsumgüterkonzern betreute Lenovo mehr als 80.000 Geräte. Der Kunde sparte dabei 20 Prozent der Gesamtbetriebskosten. Lenovo weist darauf hin, dass solche Ergebnisse je nach Kundenumgebung variieren.
Für einen Konzern, der den Großteil seines Umsatzes mit Hardware erzielt, ist das ein wichtiges Signal. Wiederkehrende Servicegeschäfte gelten als margenstärker und weniger zyklisch als der Verkauf von PCs. Auszeichnungen einer Beratungsfirma ersetzen allerdings keine Umsatzzahlen. Sie liefern nur Argumente im Vertrieb.
Marketing am Rande
Parallel dazu startet Lenovo heute eine vierteilige Dokumentarserie im Rahmen seiner Initiative Backing Every Business. Sie begleitet kleine Unternehmer aus Japan, Mexiko, Großbritannien und den USA, die sich über das Twinning-Programm vernetzen. Die weiteren Folgen erscheinen am 15., 19. und 21. Oktober, die Gesamtfassung am 29. Oktober. Börsenrelevant ist das kaum, es dient der Markenpflege im Mittelstandsgeschäft.
Am selben 29. Oktober dürfte der Blick des Marktes allerdings auf etwas anderem liegen. An diesem Tag steht der nächste Quartalsbericht an. Dort wird sich messen lassen, ob die Servicestärke auch in den Zahlen sichtbar wird.
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