Lenovo-Aktie: Folgt auf die Rallye der Crash?

Lenovo-Aktie erreicht neues Allzeithoch, beflügelt von starken Zahlen der Konkurrenz. Analysten warnen jedoch vor überkaufter Marktlage und möglichen Gewinnmitnahmen.

Auf einen Blick:
  • PC- und Serververkäufe beflügeln Geschäft
  • KI-Infrastruktur als zentraler Wachstumstreiber
  • Kurs seit April fast verdreifacht
  • Überkauftes Signal durch RSI-Werte

Die Aktie des chinesischen PC-Herstellers Lenovo schießt weiter in die Höhe. Der Anteilsschein befindet sich seit Anfang April in einer starken Aufwärtsbewegung, die in den letzten Tagen noch einmal deutlich an Dynamik gewonnen hat. Auslöser waren die Zahlen, die das Unternehmen am 22. Mai präsentiert hat.

PC- und Serververkäufe als Treiber

Ein kräftiges Wachstum im PC-Segment kurbelte das Geschäft spürbar an und bescherte der Firma zusätzliche Marktanteile. Obwohl gestiegene Preise und Engpässe bei Speicherkomponenten den Markt belasteten, ließen sich die Folgen durch ein breit aufgestelltes Lieferantennetzwerk gut abfedern. Neben dem traditionellen PC-Verkauf erwiesen sich vor allem die Sparten für KI-Infrastruktur und moderne Serverlösungen als zentrale Wachstumstreiber.

Lenovo Aktie Chart

Und die jüngsten Zahlen von Dell und Hewlett Packard Enterprises unterstreichen die starke Dynamik. Das treibt den Aktienkurs von Lenovo weiter nach oben. Am Dienstag legte der Anteilsschein an der Heimatbörse in Hongkong erneut um mehr als 5 Prozent und markierte bei 27,42 HKD ein neues Allzeithoch.

Kursverdopplung in wenigen Tagen

Damit hat sich der Kurs seit Anfang April annähernd verdreifacht, allein seit der Zahlenvorlage vom 22. Mai ging es um mehr als 100 Prozent hinauf. Der Rekordlauf ist aus charttechnischer zwar grundsätzlich bullisch zu werten. Allerdings weist der Relative-Stärke-Index in der täglichen und wöchentlichen Anschau inzwischen Werte von über 90 Punkten auf – ein Signal für eine deutlich überkaufte Marktsituation.

Wie geht es für die Lenovo-Aktie weiter?

Daher müssen sich Anleger auf Gewinnmitnahmen einstellen. Auf der Unterseite liegen die nächsten Unterstützungen bei 22,62 und 20,00 HKD. Dehnt sich die Korrektur weiter aus, könnte auch das ehemalige Rekordhoch aus dem Jahr 2015 bei 14,30 HKD nochmals in den Fokus rücken.

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