Lenovo Aktie: 21 Milliarden Dollar KI-Server-Aufträge

Lenovo meldet Rekordjahr mit 20 Prozent Umsatzplus. KI-Server-Aufträge und eine höhere Dividende treiben die Aktie auf ein neues Allzeithoch.

Auf einen Blick:
  • Stärkstes Geschäftsjahr der Firmengeschichte
  • KI-Server-Aufträge erreichen 21 Milliarden Dollar
  • Citi und JP Morgan erhöhen Kursziele
  • Dividende steigt um 10,5 Prozent

Der chinesische Technologiekonzern Lenovo meldet das stärkste Geschäftsjahr seiner Firmengeschichte. Die Aktie reagiert mit einem Kurssprung auf ein neues Allzeithoch – getrieben durch das boomende KI-Infrastrukturgeschäft und eine höhere Dividende.

Analysten ziehen nach: Kursziele steigen

Innerhalb von 48 Stunden haben Citi und JP Morgan ihre Prognosen für Lenovo nach oben geschraubt. Citi hob das Kursziel auf 20 Hongkong-Dollar an und verwies auf die starke Nachfrage in der Infrastruktur-Sparte ISG. JP Morgan folgte mit einem Ziel von 16,80 Hongkong-Dollar und betonte die „kräftige Erholung“ der Server-Sparte sowie die stabilen Margen im PC-Kerngeschäft.

Auslöser der Optimismus-Welle: ein Rekordbestand an KI-Server-Aufträgen im Wert von 21 Milliarden US-Dollar. Das sind fast 6 Milliarden mehr als noch im Vorquartal. Die Aktie erreichte am 27. Mai im Handel in Hongkong ein Hoch von 19,00 Hongkong-Dollar.

Dividende wächst – Gewinn legt kräftig zu

Der Vorstand schlägt eine Schlussdividende von 33,7 HK-Cent vor – ein Plus von 10,5 Prozent. Die Hauptversammlung am 23. Juli muss noch zustimmen. Der Ex-Tag wäre der 5. August, ausgezahlt wird am 19. August.

Die Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2025/26 können sich sehen lassen:
– Der Umsatz kletterte auf einen Rekordwert von 83,1 Milliarden US-Dollar – ein Plus von 20 Prozent.
– Der Nettogewinn stieg um 38 Prozent auf 1,91 Milliarden US-Dollar.
– Der bereinigte Gewinn legte sogar um 42 Prozent auf 2 Milliarden US-Dollar zu.

Infrastruktur-Sparte wird profitabel

Der entscheidende Wendepunkt: Die Sparte ISG erwirtschaftete erstmals einen Jahresgewinn. Bei einem Umsatz von 19,2 Milliarden US-Dollar blieb ein operativer Gewinn von 73 Millionen US-Dollar übrig. Im Vorjahr stand noch ein Verlust von 68,5 Millionen US-Dollar zu Buche.

Im Schlussquartal beschleunigte sich die Dynamik. Die Sparte erreichte einen Rekord-Quartalsgewinn von 202 Millionen US-Dollar. Grund ist die schnelle Skalierung der KI-Infrastruktur. Allein 11.000 direkt flüssigkeitsgekühlte Racks für KI-Workloads hat das Unternehmen produziert.

100 Milliarden als neues Ziel

CEO Yuanqing Yang hat eine ehrgeizige Marke ausgegeben: 100 Milliarden US-Dollar Umsatz in den nächsten zwei Jahren. Dafür setzt der Konzern auf die „Hybrid-AI“-Strategie – KI-optimierte Geräte kombiniert mit Software und Dienstleistungen.

Die Service-Sparte SSG trägt ihren Teil bei: Sie wächst bereits im fünften Jahr zweistellig und erzielte im Schlussquartal eine operative Marge von über 20 Prozent.

Die Aktie notiert derweil auf einem neuen Rekordhoch von 2,10 Euro. Seit Jahresbeginn hat sie sich nahezu verdoppelt. Die Anleger warten nun auf die Hauptversammlung im Juli. Dann entscheiden sie über die höhere Dividende.

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